Wallbox, Ladekabel, mobiler Lader: Was dein E-Auto wirklich braucht
11 oder 22 kW, einphasig oder dreiphasig, mitteilen oder genehmigen lassen: Wir zeigen, welche Wallbox, welches Typ-2-Kabel und welcher Notlader zu deinem Auto passen.
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Für fast jedes E-Auto reicht eine 11-kW-Wallbox. Mehr als 11 kW Wechselstrom nehmen laut unseren Modell-Steckbriefen nur Autos mit optionalem 22-kW-Bordlader auf - etwa BMW iX1 und iX3, Mercedes CLA und GLC oder der Kia EV3. Eine 11-kW-Box teilst du dem Netzbetreiber nur mit, einer 22-kW-Box muss er vorher zustimmen.
Dazu gehört ein dreiphasiges Typ-2-Kabel für öffentliche Säulen - auch wenn dein Auto nur einphasig lädt. Ein mobiles Ladegerät ergänzt das Set für Ferienhaus oder Campingplatz, ersetzt die Wallbox aber nicht: An der Haushaltssteckdose sind die Ladeverluste am höchsten.
Dein Auto bestimmt das Ladetempo, nicht die Wallbox
Der Bordlader im Auto wandelt den Wechselstrom aus der Wallbox in Gleichstrom für die Batterie um. Die Wallbox gibt nur vor, wie viel Strom er höchstens ziehen darf. Die Leistung ergibt sich aus Stromstärke und Zahl der Phasen:
| Anschluss | 16 A | 32 A |
|---|---|---|
| einphasig (230 V) | 3,7 kW | 7,4 kW |
| dreiphasig (400 V) | 11 kW | 22 kW |
Eine 11-kW-Wallbox liefert 16 A je Phase, das sind pro Phase rund 3,7 kW (16 A × 230 V); erst alle drei Phasen zusammen ergeben 11 kW. Ein einphasig ladendes Auto nutzt nur eine Phase und holt daher höchstens 3,7 kW aus der Box, auch wenn sein Bordlader 6,6 oder 7,4 kW schafft. Zweiphasig sind bis zu 7,4 kW drin.
Mehr gibt es erst mit 32 A auf einer Phase, wie sie eine 22-kW-Wallbox liefert - ob dein Anschluss und der Netzbetreiber das zulassen, klärst du mit dem Elektriker.
Was schafft dein Auto an der Wallbox?
Die AC-Ladeleistung laut unseren Steckbriefen - und was davon an einer üblichen 11-kW-Wallbox ankommt:
| Modell | AC-Laden laut Steckbrief | An einer 11-kW-Wallbox |
|---|---|---|
| Dacia Spring | nur einphasig: Electric 45/65 (bis 12/2025) bis 7 kW, electric 70/100 (ab 12/2025) 3,7 kW | höchstens 3,7 kW |
| BYD Atto 2 DM-i | einphasig: 3,3 kW (Active) bzw. 6,6 kW (Boost) | 3,3 bzw. 3,7 kW |
| BYD Dolphin G DM-i | einphasig: 3,3 kW (Active) bzw. 6,6 kW (übrige Linien) | 3,3 bzw. 3,7 kW |
| BYD Seal 6 DM-i Touring | einphasig: 3,3 kW (Boost) bzw. 6,6 kW (übrige Linien) | 3,3 bzw. 3,7 kW |
| BYD Dolphin Active, Atto 3 (2022-2025) Active | 7 kW einphasig | höchstens 3,7 kW |
| Citroën ë-C3 | 7,4 kW einphasig, optional 11 kW dreiphasig | Serie 3,7 kW, mit Option 11 kW |
| Audi Q4 35 e-tron bis 06/2024 | 7,2 kW zweiphasig (laut EV Database; ADAC-Katalog: einphasig) | 7,2 kW (einphasig wären es 3,7 kW) |
| VW ID.3 Pure bis 04/2026, ID.4 Pure bis 03/2026 (teils) | 7,2 kW zweiphasig | 7,2 kW |
| BMW i4, Mini Cooper E, Renault 5 | 11 kW dreiphasig, einphasig bis 7,4 kW | 11 kW |
| BYD Atto 3 (außer Active), Seal U, Sealion 7 | 11 kW dreiphasig, einphasig bis 7 kW | 11 kW |
| BYD Atto 2, Atto 3 Evo, Dolphin (außer Active), Dolphin Surf, Seal, Tang, Seal U DM-i | 11 kW dreiphasig | 11 kW |
| VW ID.3 und ID.4 (außer Pure), ID.7, ID.7 Tourer, ID. Buzz, übrige Audi Q4 e-tron | 11 kW dreiphasig | 11 kW |
| Tesla Model 3, Model Y, Hyundai Inster, Škoda Elroq, Enyaq, Cupra Born, Tavascan, Ford Explorer | 11 kW dreiphasig | 11 kW |
| Audi A6 e-tron, Q6 e-tron | 11 kW dreiphasig, optional 22 kW (Q6 nur mit Heckantrieb) | 11 kW |
| BMW iX1, iX3 | 11 kW dreiphasig, optional 22 kW; einphasig bis 7,4 kW | 11 kW |
| Mercedes CLA, GLC mit EQ Technologie | 11 kW dreiphasig, optional 22 kW; einphasig bis 7,2 kW (CLA) bzw. 7,4 kW (GLC) | 11 kW |
| Kia EV3 | 11 kW dreiphasig, optional 22 kW (Earth, GT-Line) | 11 kW |
11 oder 22 kW? Die große Wallbox lohnt sich selten
Eine 22-kW-Box bringt nur etwas, wenn dein Auto 22 kW aufnehmen kann. In unseren 39 Steckbriefen gibt es das nirgends serienmäßig, nur als Option: bei Audi A6 e-tron und Q6 e-tron (nur Heckantrieb), BMW iX1 und iX3, Mercedes CLA und GLC sowie beim Kia EV3 (Earth, GT-Line).
Allen anderen bringt sie nur Nachteile: Sie braucht die Zustimmung des Netzbetreibers, und das 22-kW-Kabel ist schwerer - bei Harting mit 7,5 m laut Händlerangabe 4,3 statt rund 2,5 kg.
Sinnvoll ist 22 kW, wenn du ein Auto mit 22-kW-Option oft zwischen zwei Fahrten schnell füllen musst - oder wenn dein Auto einphasig mit 6,6 bis 7,4 kW lädt und 32 A auf einer Phase möglich sind.
Mitteilen, genehmigen, anschließen: Was der Netzbetreiber wissen will
Jede Wallbox musst du dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme mitteilen, so verlangt es § 19 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV). Seit 2024 geht das auch online. Liegt die Summe aller Ladeeinrichtungen einer Anlage über 12 kVA - bei einer 22-kW-Box, aber auch bei zwei 11-kW-Boxen -, braucht es zusätzlich die vorherige Zustimmung des Netzbetreibers. Er muss sich innerhalb von zwei Monaten äußern und eine Ablehnung begründen.
Anschließen darf die Box nur ein Elektrobetrieb, der im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist (§ 13 NAV). Das gilt für alle Arbeiten hinter der Hausanschlusssicherung - auch für eine neue CEE-Dose in der Garage.
§ 14a EnWG: Der Netzbetreiber darf dimmen, du zahlst weniger
Neue Wallboxen mit mehr als 4,2 kW gelten seit 2024 als steuerbare Verbrauchseinrichtung. Droht eine Netzüberlastung, darf der Netzbetreiber ihren Strombezug vorübergehend auf 4,2 kW drosseln - dein übriger Haushaltsstrom bleibt unberührt. Dafür darf er den Anschluss nicht mehr wegen möglicher Überlastung ablehnen oder verzögern, und du zahlst weniger Netzentgelt. Laut Bundesnetzagentur gibt es drei Module:
- Modul 1: pauschale Reduzierung, deren Höhe vom Netzgebiet abhängt. Gilt automatisch, wenn du nichts wählst.
- Modul 2: Der Arbeitspreis des Netzentgelts sinkt auf 40 Prozent - nur mit separatem Zähler für die Wallbox.
- Modul 3: zeitvariables Netzentgelt, seit April 2025 Pflichtangebot, nur zusammen mit Modul 1.
Ohne Modul 2 darf die Wallbox am Hauszähler hängen. Wie viel du mit welchem Modul sparst, nennt dein Netzbetreiber. Alle fest installierten Wallboxen in unserer Auswahl lassen sich nach § 14a anbinden.
Unsere Wallbox-Empfehlungen
Für die meisten Haushalte passt eine 11-kW-Box mit festem Kabel - das Typ-2-Kabel für unterwegs bleibt dann im Auto. Unsere Wahl ist der Elli Charger 2 Connect mit 7,5 m Kabel, App, § 14a-Anbindung und PV-Überschussladen.
Unsere Wahl
Elli Charger 2 Connect 11 kW (139915003C)
Universell einsetzbar
Smarte 11-kW-Wallbox mit fest angeschlagenem 7,5-m-Typ-2-Kabel, App, PV-Überschussladen und Steuerung nach § 14a EnWG über FNN-Steuerbox oder Smart Meter.
* Werbelink: Wir erhalten eine Provision, dein Preis bleibt gleich. Mehr dazu
Passform
Universell für alle E-Autos und Plug-in-Hybride mit Typ-2-Ladebuchse. Lädt mit bis zu 11 kW - Autos mit 22-kW-Lader laden daran mit 11 kW (für sie gibt es die Connect-Variante 139915005C mit 22 kW).
Unsere Einschätzung
Die runde Lösung für die meisten Haushalte: Das lange Kabel reicht auch bei ungünstig geparktem Auto, PV-Überschussladen mit Phasenumschaltung und EEBus sind an Bord. Wer keinen Dienstwagen abrechnen muss, braucht nicht mehr.
Pro
- Fest angeschlagenes Typ-2-Kabel mit 7,5 m
- PV-Überschussladen mit dynamischer Phasenumschaltung (laut Elli)
- Steuerbar nach § 14a EnWG per FNN-Steuerbox/Smart Meter; OCPP, Modbus TCP/RTU, EEBus
- LAN und WLAN, App, RFID und Plug & Charge nach ISO 15118
Contra
- Energiezähler ungeeicht - für die Dienstwagen-Abrechnung die Pro-Version mit MID-Zähler wählen
- Auf 11 kW ausgelegt - für 22-kW-Autos die Connect-22-Variante nehmen
Technische Daten
- Ladeleistung
- bis 11 kW (6-16 A, konfigurierbar)
- Anschluss
- Typ-2-Kabel, fest, 7,5 m
- Energiezähler
- integriert, ungeeicht
- Fehlerstromschutz
- DC-Schutz
- § 14a EnWG
- FNN-Steuerbox / Smart Meter
- Vernetzung
- LAN, WLAN; OCPP, Modbus TCP/RTU, EEBus
- Schutzart
- IP55
- Maße / Gewicht
- 372 × 260 × 116 mm / 4,9 kg
Wer ohne App und WLAN einfach nur laden will, greift zur Heidelberg Energy Control Plus mit festem 5-m-Kabel. Nach § 14a steuert sie ein potenzialfreier Kontakt, einen Energiezähler hat sie nicht.
Alternative
Heidelberg Energy Control Plus 11 kW (00.779.3218)
Universell einsetzbar
Schlichte 11-kW-Wallbox mit festem 5-m-Typ-2-Kabel, Edelstahlfront und § 14a-Anbindung - ganz ohne App und WLAN.
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Passform
Universell für alle Fahrzeuge mit Typ-2-Ladebuchse; fest angeschlagenes 5-m-Kabel.
Unsere Einschätzung
Für alle, die einfach nur laden wollen: anstecken, fertig. Die Steuerung nach § 14a EnWG läuft über einen potenzialfreien Kontakt oder ein Energiemanagement, eine App gibt es nicht. PV-Überschussladen geht nur mit externem Energiemanagement über die Modbus-Schnittstelle.
Pro
- Fest angeschlagenes Typ-2-Kabel (5 m)
- § 14a EnWG konform laut Hersteller - steuerbar per potenzialfreiem Kontakt oder EMS
- Statisches Lastmanagement, Modbus RTU über RS485
- Bis zu 5 Jahre Garantie laut Hersteller
Contra
- Keine App, kein WLAN; Zugangsschutz nur mit Zubehör (Schlüsselschalter oder RFID-Modul laut Datenblatt)
- Kein Energiezähler
- 5 m Kabel - bei weit entfernter Ladebuchse knapp
- Mit 8 kg und 386 × 295 × 112 mm vergleichsweise groß
Technische Daten
- Ladeleistung
- 2,3-11 kW (6-16 A, konfigurierbar)
- Anschluss
- Typ-2-Kabel, fest, 5 m
- Energiezähler
- keiner
- Fehlerstromschutz
- DC-Schutz
- § 14a EnWG
- potenzialfreier Kontakt, Energiemanagementsystem
- Schnittstelle
- RS485 (Modbus RTU)
- Schutzart
- IP54
- Maße / Gewicht
- 386 × 295 × 112 mm / 8 kg
Mit Solarstrom laden: Auf die Phasenumschaltung kommt es an
Damit die Wallbox nur PV-Überschuss lädt, muss sie schon bei wenig Sonne starten. Dreiphasig braucht sie mindestens 6 A auf jeder Phase, also gut 4 kW; mit Phasenumschaltung lädt sie einphasig und startet schon bei 1,4 kW. Zusätzlich braucht es eine Messung am Netzanschluss, etwa über ein Energiemanagement.
Phasenumschaltung bieten der Elli Charger 2 (laut Elli) und der go-e Charger Gemini 2.0 - an dessen Typ-2-Steckdose brauchst du ein eigenes Kabel. Verlustfrei ist langsames Laden nicht: Laut ADAC-Messung gehen mit 4,2 kW weniger als 13 Prozent verloren, an der Wallbox mit voller Leistung weniger als 7 Prozent.
Für Solarstrom
go-e Charger Gemini 2.0 11 kW (CH-05-11-51)
Universell einsetzbar
Kompakte 11-kW-Wallbox mit Typ-2-Steckdose, App, 1-/3-Phasen-Umschaltung fürs PV-Überschussladen und Anschluss für die netzdienliche Steuerung.
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Passform
Universell für alle Fahrzeuge mit Typ-2-Ladebuchse. Wallbox mit Typ-2-Steckdose - ein Typ-2-Kabel (Mode 3) muss separat gekauft werden.
Unsere Einschätzung
Die Box für Solarstrom-Lader: Dank Phasenumschaltung startet sie schon bei 1,4 kW, die PV-Anbindung läuft über API, OCPP, go-e Controller oder ein vorhandenes Energiemanagement. Das Ladekabel kaufst du separat - dafür lässt es sich einfach tauschen oder mitnehmen.
Pro
- 1-/3-Phasen-Umschaltung per App, Ladeleistung 1,4 bis 11 kW
- Zugang per RFID-Karte oder App
- PV-Anbindung per API, OCPP, go-e Controller oder fremdem Energiemanagement
- Zwei Datenkabel für die netzdienliche Steuerung (§ 14a EnWG) ab Werk
- Klein und leicht: ca. 15,5 × 26 × 11 cm, 1,84 kg, IP65
Contra
- Kein fest angeschlagenes Kabel - Typ-2-Kabel extra nötig
- Fürs PV-Überschussladen braucht es zusätzlich eine Messung am Netzanschluss (z. B. go-e Controller oder Energiemanagement)
- Energiezähler ungeeicht
Technische Daten
- Ladeleistung
- 1,4-11 kW (6-16 A), 1-/3-phasig umschaltbar
- Anschluss
- Typ-2-Steckdose (EN 62196-2), Kabel nicht enthalten
- Energiezähler
- integriert, ungeeicht
- Fehlerstromschutz
- DC-Schutzmodul
- Vernetzung
- WLAN, SIM; OCPP 1.6, Modbus TCP, HTTP-API, MQTT
- Schutzart
- IP65
- Maße / Gewicht
- ca. 155 × 260 × 110 mm / 1,84 kg
Mehr Auswahl: Alle Wallboxen bei The Mobility House*.
Dienstwagen: Für die Abrechnung zählt der Zähler
Laut Fachmagazin Firmenauto sind die monatlichen Ladestrom-Pauschalen für Dienstwagen nach einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums Ende 2025 entfallen; steuerfrei erstattet der Arbeitgeber nur noch gemessenen Strom.
Welcher Zähler genügt, sehen die Behörden unterschiedlich: Das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 11.11.2025 lässt einen gesonderten Zähler genügen - auch einen mobilen oder einen im Fahrzeug. Die Eichbehörden (AGME, Infoblatt vom 09.01.2026) verlangen dagegen einen fest angeschlossenen MID-Zähler und schließen Zähler im Ladekabel aus. Auf der sicheren Seite bist du mit einem fest installierten MID-Zähler; eine voll eichrechtskonforme Wallbox braucht es für einen Dienstwagen an einer Box laut Firmenauto nicht. Die Regeln sind neu - was für dich gilt, klärst du mit Arbeitgeber oder Steuerberater.
Den MID-Zähler bringt der Elli Charger 2 Pro mit; in der 22-kW-Auslegung braucht er die Zustimmung des Netzbetreibers.
Elli Charger 2 Pro 22 kW mit MID-Zähler (139915007)
Universell einsetzbar
Wallbox für Dienstwagenfahrer: MID-Zähler für die kWh-genaue Abrechnung, bis 22 kW, festes 7,5-m-Typ-2-Kabel und Mobilfunk-Anbindung.
* Werbelink: Wir erhalten eine Provision, dein Preis bleibt gleich. Mehr dazu
Passform
Universell für alle Fahrzeuge mit Typ-2-Ladebuchse. Volle 22 kW nur mit 22-kW-Bordlader - den gibt es bei vielen Modellen nur als Option, ein Blick ins Datenblatt oder in den Modell-Steckbrief klärt das. Andere Autos laden mit ihrer maximalen AC-Leistung.
Unsere Einschätzung
Die Wahl, wenn du Ladestrom mit dem Arbeitgeber abrechnest: Seit 2026 wird nur gemessener Strom steuerfrei erstattet, und ein fest verbauter MID-Zähler gilt in der Eins-zu-eins-Situation als ausreichend. Die 22 kW lohnen sich nur mit 22-kW-Auto - und brauchen die Zustimmung des Netzbetreibers.
Pro
- MID-Energiezähler für die Abrechnung
- Bis 22 kW (6-32 A, konfigurierbar)
- LAN, WLAN und SIM; OCPP, Modbus TCP/RTU, EEBus
- Fest angeschlagenes 7,5-m-Typ-2-Kabel, Plug & Charge nach ISO 15118
Contra
- In der 22-kW-Auslegung zustimmungspflichtig beim Netzbetreiber
- Kein eichrechtskonformer Zähler für öffentliches Laden - dafür gibt es die Variante 139915008
- Für Privatnutzer ohne Abrechnung überdimensioniert
Technische Daten
- Ladeleistung
- bis 22 kW (6-32 A, konfigurierbar)
- Anschluss
- Typ-2-Kabel, fest, 7,5 m
- Energiezähler
- MID
- Fehlerstromschutz
- DC-Schutz
- § 14a EnWG
- FNN-Steuerbox / Smart Meter
- Vernetzung
- LAN, WLAN, SIM; OCPP, Modbus TCP/RTU, EEBus
- Schutzart
- IP55
- Gewicht
- 7,2 kg
Weitere Modelle - achte im Datenblatt auf „MID“: Wallboxen mit Stromzähler bei The Mobility House*.
Mobile Ladegeräte: Schuko nur im Notfall, besser CEE
An der Schuko-Dose bleibt auch ein mobiles Ladegerät (Mode 2) eine Notlösung. Bei einer ADAC-Messung an fünf E-Autos (August 2026) gingen bei 2,3 kW an der Haushaltsdose meist rund 15 Prozent der Energie verloren, beim Mercedes CLA fast ein Viertel. Der ADAC rät dort zu einem Ladegerät mit Temperatursensor und zu reduzierter Leistung. Besser abgesichert und dauerstromfest sind die rote CEE-Drehstromdose und die blaue CEE-Campingdose.
Der Juice Booster 3 air lädt mit 1,4 bis 11 kW, hat ein 4,8 m langes Typ-2-Kabel, ist nach IP67 geschützt und laut Hersteller CE-konform nach IEC 62752 und IEC 61851. Im Basic Set liegen ein Schuko-Adapter mit Temperatursensor und ein Adapter für die rote CEE16-Dose; den für die blaue Campingdose kaufst du extra.
Für Vielfahrer
JUICE BOOSTER 3 air Basic Set EU (EL-JB3AE2), mobile 11-kW-Ladestation mit Typ-2-Kabel
Universell einsetzbar
Mobiles 11-kW-Ladegerät mit 4,8-m-Typ-2-Kabel, Schuko-Adapter mit Temperatursensor und Adapter für die rote CEE16-Dose - inklusive Transporttasche.
* Werbelink: Wir erhalten eine Provision, dein Preis bleibt gleich. Mehr dazu
Passform
Universell für alle Fahrzeuge mit Typ-2-Ladebuchse (fahrzeugseitige Typ-2-Kupplung, 4,8 m Kabel). Netzseitig im Set: Adapter Schuko (mit Temperatursensor) und CEE16 400 V (rot).
Unsere Einschätzung
Für Ferienhaus, Garage ohne Wallbox oder Camping fehlt oft ein Lader für CEE- und Schukodose. Der JUICE BOOSTER 3 air holt an der roten CEE-Dose bis zu 11 kW und ist laut Hersteller CE-konform nach IEC 62752. Mehr als die AC-Ladeleistung deines Autos fließt dabei natürlich nicht.
Pro
- Bis 11 kW an CEE 16 A (rot)
- Schuko-Adapter mit Temperatursensor und CEE16-Adapter im Set
- CE nach IEC 62752, 62196, 61851-1 (Herstellerangabe)
- IP67, App und RFID
- Auch als Wallbox nutzbar (Halterung separat)
Contra
- Teurer als ein einfaches Schuko-Notladekabel
- Adapter für blaue CEE-Campingdose, CEE 32 A und Typ-2-Säulen kosten extra
- Kabel 4,8 m - für längere Wege Verlängerung nötig
Technische Daten
- Ladeleistung
- bis 11 kW, 6-16 A einstellbar
- Kabel
- 4,8 m Typ 2
- Adapter im Set
- CEE 16 A rot (400 V), Schuko (CEE 7/7) mit Temperaturfühler
- Schutz
- IP67, Fehlerstromschutz AC und DC 6 mA
- Gewicht
- 700 g ohne Kabel, 2,3 kg mit Kabel und Stecker
- CE-Konformität
- IEC 62752, 62196, 61851-1, EMV, RoHS (Herstellerangabe)
Mit einem Typ-2-Adapter ersetzt der Juice Booster an Ladesäulen sogar das Typ-2-Kabel: Typ-2-Adapter bei The Mobility House* oder bei Amazon*.
Halb Wallbox, halb Notlader ist der go-e Charger Gemini flex 2.0: Zu Hause hängt er in der Wandhalterung an der roten CEE-Dose, auf Reisen fährt er mit. Für andere Dosen brauchst du Adapter, an der Haushaltsdose begrenzt go-e auf 2,3 kW. Ein Typ-2-Kabel kommt hinzu.
Alternative
go-e Charger Gemini flex 2.0 11 kW (CH-05-11-01)
Universell einsetzbar
Mobile 11-kW-Wallbox mit rotem CEE16-Stecker und Typ-2-Steckdose - zu Hause in der mitgelieferten Wandhalterung, unterwegs im Kofferraum.
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Passform
Universell für Fahrzeuge mit Typ-2-Ladebuchse; fahrzeugseitig Typ-2-Steckdose, Typ-2-Kabel separat nötig. Netzseitig CEE rot 16 A, andere Steckdosen nur mit go-e-Adapter.
Unsere Einschätzung
Halb Wallbox, halb Notlader: In der Garage mit roter CEE-Dose hängt sie in der Wandhalterung, auf Reisen kommt sie mit. Für Schuko- oder Campingdosen brauchst du Adapter, fürs Auto ein eigenes Typ-2-Kabel - das gehört von Anfang an ins Budget.
Pro
- Rote CEE16-Dose genügt, Wandhalterung im Lieferumfang
- 1-/3-Phasen-Umschaltung, 1,4 bis 11 kW
- App, RFID, WLAN und SIM; OCPP, Modbus TCP
- Leicht (ca. 1,63 kg laut go-e), IP65
Contra
- Typ-2-Kabel nicht im Lieferumfang
- Adapter für Schuko und CEE blau separat; an der Haushaltsdose begrenzt go-e auf 2,3 kW
- Energiezähler ungeeicht
Technische Daten
- Ladeleistung
- 1,4-11 kW (6-16 A), 1-/3-phasig umschaltbar
- Netzanschluss
- Stecker CEE rot 16 A (laut go-e)
- Fahrzeugseite
- Typ-2-Steckdose, Kabel nicht enthalten
- Fehlerstromschutz
- DC-Schutz
- Vernetzung
- WLAN, SIM; OCPP, Modbus TCP
- Schutzart
- IP65
- Lieferumfang
- Ladestation, Wandhalterung, Diebstahlsicherung, Resetkarte, RFID-Chip
Das richtige Typ-2-Kabel: dreiphasig, lang genug, passende Stromstärke
Der Typ-2-Stecker ist seit 2013 Standard in der EU. Ein Typ-2-Kabel (Mode 3) brauchst du an AC-Säulen ohne festes Kabel und an Wallboxen mit Steckdose - kauf nur eines mit CE-Kennzeichnung. Darauf kommt es an:
- Phasen: dreiphasig. Der ADAC rät dazu auch Fahrern einphasig ladender Autos - dann passt das Kabel auch zum nächsten Auto.
- Stromstärke: 16, 20 oder 32 A - je höher, desto dicker, schwerer, teurer und unhandlicher. Für 11 kW reichen 16 oder 20 A. 32 A brauchen 22-kW-Bordlader und einphasige Lader mit 6,6 bis 7,4 kW wie im Citroën ë-C3 - ein 20-A-Kabel begrenzt einphasig auf 4,6 kW.
- Länge: Der ADAC empfiehlt 7 oder 8 m. An der eigenen Wallbox genügen meist 5 m, an öffentlichen Säulen sind 7 bis 7,5 m bequemer.
Glatt oder Spirale ist Geschmackssache: Bei der Ladeeffizienz lagen die Kabel im ADAC-Vergleich weniger als 1 Prozent auseinander.
Unsere Wahl ist das glatte Harting-Kabel mit 11 kW und 7,5 m: dreiphasig und mit 2,5 kg deutlich leichter als die 22-kW-Version.
Unsere Wahl
Harting Mode-3-Ladekabel Typ 2 auf Typ 2, 11 kW, 7,5 m (08914090106B0)
Universell einsetzbar
Glattes, dreiphasiges Typ-2-Kabel für bis zu 11 kW mit 7,5 m Länge - für Wallboxen mit Steckdose und öffentliche AC-Ladesäulen.
* Werbelink: Wir erhalten eine Provision, dein Preis bleibt gleich. Mehr dazu
Passform
Universell für alle Fahrzeuge mit Typ-2-Ladebuchse, an Wallboxen mit Typ-2-Steckdose und öffentlichen AC-Ladesäulen; dreiphasig bis 11 kW.
Unsere Einschätzung
Das Standardkabel für die allermeisten E-Autos: dreiphasig, also auch für einphasig ladende Autos passend, und lang genug für ungünstige Parkplätze. Ein 32-A-Kabel braucht nur, wer einen 22-kW-Lader an Bord hat oder einphasig mit 7,4 kW lädt.
Pro
- 7,5 m - nah an der ADAC-Empfehlung von 7 bis 8 m
- Dreiphasig, 11 kW, Mode 3 nach IEC 62196-2
- Mit 2,5 kg deutlich leichter als ein 22-kW-Kabel gleicher Länge (4,3 kg)
- Glattes Kabel, IP44
Contra
- Für Autos mit 22-kW-Lader oder einphasigem 7,4-kW-Lader zu schwach ausgelegt
- 7,5 m Kabel nehmen im Kofferraum mehr Platz weg als 5 m
Technische Daten
- Ladeleistung
- 11 kW, dreiphasig
- Länge
- 7,5 m
- Stecker
- Typ 2 / Typ 2 (Mode 3, IEC 62196-2)
- Ausführung
- glatt, schwarz
- Schutzart
- IP44
- Gewicht
- 2,5 kg
Die Alternative mit 20 A und 7,5 m kommt von Mennekes. Für 22-kW-Bordlader und einphasige Lader ab 6,6 kW passt das 32-A-Kabel von Phoenix Contact (5 m).
Mennekes Ladekabel Mode 3 Typ 2 auf Typ 2, 20 A dreiphasig, 7,5 m (36403)
Universell einsetzbar
Typ-2-auf-Typ-2-Kabel für Wallbox und öffentliche AC-Säule vom Hersteller, der den Typ-2-Stecker entwickelt hat. 7,5 Meter lang, dreiphasig mit 20 A für bis zu 11 kW.
Passform-Hinweis
Für alle Autos mit Typ-2-Ladedose (EU). Lädt dreiphasig mit bis zu 11 kW - das deckt laut Steckbriefen fast alle Modelle ab. Wer einen 22-kW-Bordlader hat oder einphasig mit 7,4 kW lädt, nimmt die 32-A-Variante 36247 (7,5 m) bzw. 36213 (4 m). Welcher Bordlader verbaut ist, steht im Datenblatt oder im Modell-Steckbrief.
* Werbelink: Wir erhalten eine Provision, dein Preis bleibt gleich. Mehr dazu
Phoenix Contact Design-Ladekabel Typ 2 auf Typ 2, 22 kW, 32 A, 5 m (1627692)
Universell einsetzbar
Dreiphasiges Typ-2-Kabel für bis zu 22 kW (32 A) mit 5 m Länge - für Autos mit 22-kW-Bordlader oder einphasigem 7,4-kW-Lader.
Passform-Hinweis
Universell für Fahrzeuge mit Typ-2-Ladebuchse; volle 22 kW nur mit 22-kW-Bordlader. Den gibt es bei vielen Modellen nur als Option - Datenblatt oder Modell-Steckbrief prüfen.
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Wohin mit dem Kabel?
Ein nasses Ladekabel gehört nicht lose in den Kofferraum. Ideal ist der Frunk, etwa beim BYD Atto 3 Evo (95 Liter) oder Sealion 7 (58 Liter). Sonst hilft oft das Fach unter dem Ladeboden, laut ADAC etwa beim BMW iX1 und VW ID.4.
Wo beides fehlt - laut unseren Steckbriefen etwa beim Hyundai Inster, Renault 5 und VW ID. Buzz -, sorgt eine flache Tasche für Ordnung. Die Lapp-Tasche ist laut Händler für Kabel bis 7 m gedacht; ob ein 7,5-m-Kabel hineinpasst, ist offen. Die EM2GO-Tasche ist wasser- und schmutzabweisend und nimmt auch ein mobiles Ladegerät auf.
Lapp Mobility Tasche für Mode-3-Ladekabel (5555911001)
Universell einsetzbar
Runde, verstärkte und gepolsterte Kabeltasche mit Reißverschluss und Tragegriff - hält Schmutz und Nässe vom Kabel aus Kofferraum und Wohnung fern.
Passform-Hinweis
Universell; laut Händlerbeschreibung für Mode-3-Ladekabel bis 7 m Länge.
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EM2GO Tasche für Typ-2-Ladekabel EMBAG (Ø 40 cm, schwarz)
Universell einsetzbar
Runde, flache Nylontasche für das aufgewickelte Ladekabel, mit doppeltem Tragegriff und Doppel-Reißverschluss. Wasser- und schmutzabweisend, lässt sich feucht abwischen.
Passform-Hinweis
Universell für aufgewickelte Typ-2- und Mode-2-Ladekabel sowie mobile Ladegeräte. Maße Ø 40 cm × 11,5 cm; eine maximale Kabellänge nennt der Hersteller nicht.
* Werbelink: Wir erhalten eine Provision, dein Preis bleibt gleich. Mehr dazu
Fazit: Welche Ladeausstattung passt zu dir?
- Dein Auto lädt mit 11 kW (die meisten): eine 11-kW-Wallbox mit festem Kabel wie der Elli Charger 2 Connect, dazu fürs Laden unterwegs ein dreiphasiges Typ-2-Kabel mit 7,5 m.
- Einphasig mit bis zu 3,7 kW: Eine einfache 11-kW-Box genügt, das Kabel trotzdem dreiphasig.
- Einphasig mit 6,6 bis 7,4 kW: Mit dem Elektriker klären, ob 32 A auf einer Phase möglich sind - sonst lädst du zu Hause mit 3,7 kW. Für unterwegs ein 32-A-Kabel.
- 22-kW-Bordlader: eine 22-kW-Box nur bei echtem Bedarf, mit Zustimmung des Netzbetreibers und 32-A-Kabel.
- Solaranlage auf dem Dach: eine Box mit Phasenumschaltung wie der go-e Charger Gemini 2.0.
- Dienstwagen: eine Box mit fest eingebautem MID-Zähler wie der Elli Charger 2 Pro.
- Keine Wallbox oder viel unterwegs: ein mobiles Ladegerät mit CEE-Adaptern wie der Juice Booster 3 air. Die Schuko-Dose bleibt die Notlösung.
Was sonst ins neue E-Auto gehört, steht in unserem Ratgeber zur Erstausstattung; alle Ladeprodukte findest du unter Laden & Kabel.
Häufige Fragen
Reicht eine 11-kW-Wallbox für mein E-Auto?
Für fast alle ja: Die meisten aktuellen Modelle laden an Wechselstrom mit höchstens 11 kW. Mehr nutzen nur Autos mit optionalem 22-kW-Bordlader - in unseren Steckbriefen Audi A6 und Q6 e-tron (Q6 nur mit Heckantrieb), BMW iX1 und iX3, Mercedes CLA und GLC sowie der Kia EV3. Achtung bei Autos, die nur einphasig laden: Eine 11-kW-Wallbox liefert 16 A je Phase, auf einer Phase sind das 16 A × 230 V, also höchstens 3,7 kW.
Muss ich meine Wallbox beim Netzbetreiber anmelden?
Ja. Jede Ladeeinrichtung muss dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme mitgeteilt werden (§ 19 NAV). Liegt die Leistung über 12 kVA - etwa bei einer 22-kW-Wallbox oder zwei 11-kW-Boxen -, braucht es zusätzlich seine Zustimmung; er muss sich innerhalb von zwei Monaten äußern. Anschließen darf die Wallbox nur ein Elektrobetrieb, der im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist.
Was bedeutet § 14a EnWG für meine Wallbox?
Neue Wallboxen mit mehr als 4,2 kW gelten seit 2024 als steuerbare Verbrauchseinrichtung: Der Netzbetreiber darf die Ladeleistung bei drohender Überlastung vorübergehend auf 4,2 kW drosseln, dein Haushaltsstrom bleibt unberührt. Dafür zahlst du ein reduziertes Netzentgelt - pauschal, prozentual mit separatem Zähler oder zusätzlich zeitvariabel. Wie hoch die Ermäßigung in deinem Netzgebiet ist, nennt dein Netzbetreiber.
Kann ich mein E-Auto an der normalen Haushaltssteckdose laden?
Im Notfall ja, als Dauerlösung nein. Der ADAC rät, an der Schuko-Dose nur mit einem Ladegerät mit Temperatursensor und reduzierter Leistung zu laden; zudem sind die Ladeverluste dort am höchsten. Besser sind die rote oder blaue CEE-Dose - oder eine Wallbox.
Wie lang sollte ein Typ-2-Ladekabel sein?
Der ADAC empfiehlt 7 oder 8 m. An der eigenen Wallbox reichen meist 5 m, für öffentliche Ladesäulen sind 7 bis 7,5 m bequemer, weil Säule und Parkplatz oft ungünstig zueinander stehen. Dreiphasig sollte das Kabel laut ADAC in jedem Fall sein - auch wenn dein Auto nur einphasig lädt.



