Lexikon · Antriebe & Fahrzeugtypen

Vollhybrid und Mildhybrid (HEV/MHEV)

Voll- und Mildhybride kombinieren Verbrenner und E-Motor, haben aber keinen Ladeanschluss: Ihr kleiner Akku lädt nur beim Bremsen und über den Motor. Ein Vollhybrid fährt kurze Strecken elektrisch, ein Mildhybrid kaum.

Auch genannt: HEV, MHEV, Hybrid ohne Stecker, Selbstladender Hybrid, 48-Volt-Mildhybrid

Voll- und Mildhybride haben neben dem Verbrennungsmotor einen Elektromotor und einen kleinen Akku - aber keinen Ladeanschluss. Strom gewinnen sie beim Bremsen (Rekuperation) und über den Verbrenner. Manche Hersteller, etwa BYD, sprechen deshalb von „selbstladenden“ Hybriden.

Typische Werte laut ADAC Mildhybrid (MHEV) Vollhybrid (HEV)
Akku ca. 1-2 kWh ca. 1-4 kWh
Systemspannung bis 48 V 200-300 V
rein elektrisch vorwiegend beim Anfahren etwa 100-1.000 m, bis rund 50 km/h
Ladeanschluss nein nein

Der Mildhybrid unterstützt den Verbrenner nur, etwa beim Anfahren, und lässt ihn häufiger abschalten. Der Vollhybrid kann kurze Stücke allein elektrisch fahren.

Was das für dich bedeutet

  • Kein E-Auto im Rechtssinn: Das Elektromobilitätsgesetz erfasst nur reine E-Autos, Brennstoffzellenautos und von außen aufladbare Hybride. Ein E-Kennzeichen gibt es für Voll- und Mildhybride deshalb nicht (Stand Oktober 2026).
  • Kein Ladezubehör nötig: Typ-2-Kabel, Wallbox und Ladekarte brauchst du erst mit einem Plug-in-Hybrid oder einem reinen E-Auto.

Faustregel: Kein Stecker, kein Ladezubehör - und keine Vorteile, die das Elektromobilitätsgesetz an E-Autos knüpft.

Quellen