Lexikon · Antriebe & Fahrzeugtypen
Vollhybrid und Mildhybrid (HEV/MHEV)
Voll- und Mildhybride kombinieren Verbrenner und E-Motor, haben aber keinen Ladeanschluss: Ihr kleiner Akku lädt nur beim Bremsen und über den Motor. Ein Vollhybrid fährt kurze Strecken elektrisch, ein Mildhybrid kaum.
Foto: Munsche / Wikimedia Commons · gemeinfreiVoll- und Mildhybride haben neben dem Verbrennungsmotor einen Elektromotor und einen kleinen Akku - aber keinen Ladeanschluss. Strom gewinnen sie beim Bremsen (Rekuperation) und über den Verbrenner. Manche Hersteller, etwa BYD, sprechen deshalb von „selbstladenden“ Hybriden.
| Typische Werte laut ADAC | Mildhybrid (MHEV) | Vollhybrid (HEV) |
|---|---|---|
| Akku | ca. 1-2 kWh | ca. 1-4 kWh |
| Systemspannung | bis 48 V | 200-300 V |
| rein elektrisch | vorwiegend beim Anfahren | etwa 100-1.000 m, bis rund 50 km/h |
| Ladeanschluss | nein | nein |
Der Mildhybrid unterstützt den Verbrenner nur, etwa beim Anfahren, und lässt ihn häufiger abschalten. Der Vollhybrid kann kurze Stücke allein elektrisch fahren.
Was das für dich bedeutet
- Kein E-Auto im Rechtssinn: Das Elektromobilitätsgesetz erfasst nur reine E-Autos, Brennstoffzellenautos und von außen aufladbare Hybride. Ein E-Kennzeichen gibt es für Voll- und Mildhybride deshalb nicht (Stand Oktober 2026).
- Kein Ladezubehör nötig: Typ-2-Kabel, Wallbox und Ladekarte brauchst du erst mit einem Plug-in-Hybrid oder einem reinen E-Auto.
Faustregel: Kein Stecker, kein Ladezubehör - und keine Vorteile, die das Elektromobilitätsgesetz an E-Autos knüpft.
Quellen