Lexikon · Batterie & Technik

Rekuperation

Rekuperation heißt Energierückgewinnung: Beim Verzögern arbeitet der Elektromotor als Generator und lädt den Akku mit der Bewegungsenergie wieder auf, statt sie in den Bremsen zu verheizen.

Auch genannt: Energierückgewinnung, regeneratives Bremsen, Bremsenergierückgewinnung

Nimmst du im E-Auto den Fuß vom Fahrpedal oder bremst sanft, wird der Elektromotor zum Generator. Er bremst das Auto und speist die gewonnene Energie zurück in den Akku. Erst wenn das nicht reicht, greift die mechanische Bremse. Auch Hybride nutzen das Prinzip.

Wie viel bringt das?

Der ADAC hat Messungen von Green NCAP in einem an den WLTP angelehnten Zyklus ausgewertet. So viel der zum Fahren eingesetzten Energie holten die Autos im Schnitt zurück:

Fahrsituation zurückgewonnen
Stadt 33 %
außerorts 21 %
Autobahn 12 %
gesamter WLTP-Zyklus rund 22 %

Am Berg ist es mehr: Auf einer nachgestellten Fahrt über den Kesselberg gewannen die Autos bei der Talfahrt laut ADAC 35 bis 50 % der bergauf verbrauchten Energie zurück.

Wann es weniger wird

Bei vollem oder kaltem Akku kann das Auto kaum oder gar nicht rekuperieren. Der ADAC rät deshalb: Wer oben am Berg losfährt, lädt nicht auf 100 %, sondern lässt Platz für die Energie der Talfahrt. Oft lässt sich die Stärke einstellen - beim BYD Seal etwa in den Stufen „Standard“ und „Hoch“. Sehr starke Rekuperation bis zum Stillstand heißt One-Pedal-Driving.

Tipp: Weil die Bremsscheiben seltener arbeiten, können sie rosten. Brems ab und zu kräftig, wenn es die Verkehrslage gefahrlos zulässt.

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Quellen