Lexikon · Batterie & Technik

LFP-Akku

Lithium-Ionen-Akku mit einer Kathode aus Lithium-Eisenphosphat: ohne Nickel und Kobalt, günstiger und robust, aber mit geringerer Energiedichte als ein NMC-Akku.

Auch genannt: Lithium-Eisenphosphat-Akku, LiFePO4-Akku, LFP-Batterie

Ein LFP-Akku ist ein Lithium-Ionen-Akku, dessen Kathode aus Lithium-Eisenphosphat besteht. Er braucht weder Nickel noch Kobalt, ist günstiger herzustellen und gilt laut ADAC als robust. Der Haken ist die geringere Energiedichte: Für dieselbe Kapazität wird der Akku schwerer und größer.

Weil er günstig ist, steckte LFP zuerst in Einstiegsmodellen. Inzwischen bringen vor allem chinesische Hersteller ihn auch in teurere Klassen - laut BYD fahren alle E-Autos und Plug-in-Hybride der Marke mit der LFP-Blade-Batterie. Andere mischen: Beim Škoda Epiq haben die Versionen 35 und 40 laut ADAC einen LFP-Akku, das Topmodell einen NMC-Akku.

LFP NMC
Kathode Lithium-Eisenphosphat Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt
Energiedichte geringer höher
Herstellkosten niedriger höher

Laden: andere Regeln als bei NMC

Der ADAC rät allgemein, im Alltag meist nur bis 80 % zu laden. Für LFP empfehlen manche Hersteller dagegen ausdrücklich Vollladungen: BYD schreibt in der Betriebsanleitung des Seal, das Auto mindestens einmal pro Woche vollständig zu laden. Auch nach langer Standzeit rät BYD zur Vollladung, weil die Ladestandsanzeige dann ungenau sein kann.

Faustregel: Schau in die Betriebsanleitung, welche Akkuchemie verbaut ist - die Ladeempfehlung des Herstellers hat Vorrang vor allgemeinen Tipps.

Quellen