Lexikon · Batterie & Technik
Wärmepumpe
Die Wärmepumpe heizt den Innenraum mit Wärme aus der Umgebungsluft und der Abwärme des Antriebs. Sie braucht dafür weniger Akkuenergie als eine einfache elektrische Heizung - vor allem bei milder Kälte.
Ein E-Auto hat keinen heißen Verbrennungsmotor, dessen Abwärme nebenbei den Innenraum heizt. Die Wärme muss aus dem Akku kommen - und das kostet Reichweite. Eine Wärmepumpe arbeitet wie ein umgekehrter Kühlschrank: Ein Kältemittel nimmt Wärme aus der Umgebungsluft und aus der Abwärme der Antriebskomponenten auf, ein Kompressor verdichtet es, und die entstehende Wärme heizt die Zuluft. Volkswagen nutzt dafür etwa CO₂ als Kältemittel. Im Sommer kann derselbe Kreislauf kühlen.
Wie viel bringt sie?
Das hängt von der Temperatur ab. Bei -10 °C hat der ADAC keinen nennenswerten Effizienzvorteil gegenüber einer einfachen elektrischen Heizung festgestellt; bei milderer Kälte erwartet er einen Vorteil. Was der Winter ohne Gegenmaßnahmen kostet, zeigen Messungen von Green NCAP: Auf einer Kurzstrecke bei -7 °C stieg der Verbrauch im Schnitt um rund 70 %. Bei der ADAC-Messung im Januar 2026 auf der Autobahn bei 0 °C hatten alle konkurrenzfähigen Autos eine Wärmepumpe an Bord.
Faustregel: Fährst du viel im Winter, achte schon beim Kauf auf die Wärmepumpe - nachrüsten lässt sie sich laut Volkswagen in der Regel nicht. Unabhängig davon sparen Vorklimatisierung am Ladekabel sowie Sitz- und Lenkradheizung Akkuenergie.
Quellen