Lexikon · Batterie & Technik

NMC-Akku

Lithium-Ionen-Akku mit einer Kathode aus Lithium, Nickel, Mangan und Kobalt. Er speichert viel Energie auf wenig Raum und ermöglicht große Reichweiten, ist aber teurer als ein LFP-Akku.

Auch genannt: NCM-Akku, Nickel-Mangan-Kobalt-Akku

Ein NMC-Akku ist ein Lithium-Ionen-Akku, dessen Kathode aus einer Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt-Verbindung besteht. Laut ADAC bietet er eine hohe Energiedichte und verträgt viele Ladezyklen - gut für große Reichweiten bei wenig Bauraum. Die Rohstoffe machen ihn aber teurer als einen LFP-Akku. BYD etwa schreibt „NCM“, gemeint ist dieselbe Chemie.

Ein Beispiel: Der BMW iX1 eDrive20 (ab 03/2026) nutzt laut ADAC-Autokatalog einen NMC-Akku mit 65,2 kWh netto. Manche Hersteller kombinieren beide Chemien in einer Baureihe - beim Škoda Epiq hat laut ADAC nur das Topmodell einen NMC-Akku, die übrigen Versionen fahren mit LFP.

So lädst du einen NMC-Akku schonend

Die allgemeinen Akku-Tipps des ADAC passen gut zu NMC:

  • Im Alltag reicht meist eine Ladegrenze von 80 %.
  • Nachladen, wenn der Akkustand auf 10 bis 20 % gesunken ist.
  • Auf 100 % nur vor einer langen Fahrt laden, die bald danach startet.
  • Bei längeren Standzeiten, etwa im Urlaub, 30 bis 70 % Ladestand.

Stell die Ladegrenze, wenn dein Auto das anbietet, im Menü oder in der App ein. Am Schnelllader endet der sinnvolle Bereich ohnehin oft bei 80 %, weil die Ladekurve danach stark abfällt.

Faustregel: Im Alltag bis 80 %, für die Urlaubsfahrt kurz vor der Abfahrt auf 100 % - und was die Betriebsanleitung vorgibt, hat immer Vorrang.

Quellen