Lexikon · Laden & Strom
Ladekurve
Der Verlauf der Ladeleistung über den Ladestand beim Schnellladen. Meist ist sie bei fast leerem Akku am höchsten und fällt ab etwa 80 Prozent stark ab - darum lohnt Schnellladen vor allem von 10 bis 80 Prozent.
Beim DC-Laden bleibt die Ladeleistung nicht konstant. Trägt man sie über dem Ladestand (SoC) auf, entsteht die Ladekurve. Laut ADAC erreicht sie ihr Maximum bei niedrigem Ladestand und fällt dann immer weiter ab: Je voller die Batterie, desto weniger Leistung verträgt sie ohne Schaden, also drosselt das Batteriemanagement. Ab 80 Prozent lässt es nur noch sehr geringe Ladeströme zu.
Auch die Temperatur zählt. Ist der Akku zu kalt oder zu heiß, senkt das Batteriemanagement die Leistung - im Winter hilft die Vorkonditionierung.
Was das für deine Ladestopps heißt
Die Spitzenleistung im Prospekt sagt wenig. Entscheidend ist, wie lange die Kurve oben bleibt. Der ADAC empfiehlt als Vergleichswert die durchschnittliche Leistung von 10 auf 80 Prozent und veröffentlicht gemessene Ladekurven für 95 Modelle (Stand März 2026).
Faustregeln laut ADAC:
- Mit 10 bis 30 Prozent an den Schnelllader fahren.
- Bei 80 Prozent weiterfahren, wenn du schnell vorankommen willst - die letzten 20 Prozent dauern vergleichsweise lange.
- Möglichst leer starten: Ein VW ID.3 lud in der ADAC-Messung bei 50 Prozent noch mit 100 kW, wenn er bei 10 Prozent begonnen hatte. Steckte er erst bei 50 Prozent an, startete er mit nur rund 60 kW.
Quellen