Lexikon · Laden & Strom

DC-Laden

Schnellladen mit Gleichstrom: Die Ladesäule wandelt den Netzstrom selbst um und speist ihn am Bordlader vorbei direkt in die Batterie - in Europa über den CCS-Stecker, mit 50 bis über 400 kW.

Auch genannt: Gleichstromladen, Schnellladen

Beim DC-Laden fließt Gleichstrom (englisch direct current) direkt in die Batterie. Die Umwandlung aus dem Wechselstromnetz übernimmt die Ladesäule, der Bordlader im Auto bleibt außen vor. Deshalb sind viel höhere Leistungen möglich: Laut ADAC gibt es in Deutschland DC-Säulen von 50 bis über 400 kW, an Autobahnen sind 150 bis 300 kW üblich (siehe HPC).

Ein eigenes Kabel brauchst du nicht - an DC-Säulen hängt es laut ADAC immer fest. In Europa steckt daran ein CCS-Stecker, den die EU-Verordnung AFIR an Gleichstrom-Schnellladepunkten mindestens vorschreibt (Stand Oktober 2026). Ältere japanische Modelle nutzen teils noch CHAdeMO.

Schnell ist es nur bis 80 Prozent

Wie viel Leistung ankommt, bestimmen Auto, Ladestand und Temperatur. Die Ladekurve ist bei fast leerem Akku am höchsten, ab 80 Prozent lässt das Batteriemanagement nur noch wenig Strom zu. Der ADAC rät deshalb: mit 10 bis 30 Prozent ankommen, bei 80 Prozent weiterfahren - und im Winter den Akku vorkonditionieren.

Beispiel laut ADAC-Autokatalog: Der BYD Atto 3 Evo lädt mit bis zu 220 kW und kommt in 25 Minuten auf 80 Prozent.

Effizienter als an Wechselstrom ist DC-Laden laut ADAC vor allem, wenn der Akku weder geheizt noch gekühlt werden muss; insgesamt maß der ADAC 5 bis 15 Prozent Verlust. Dafür kostet die Kilowattstunde am Schnelllader meist mehr als zu Hause.

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Quellen