Lexikon · Laden & Strom
CPO und EMP
Der CPO (Charge Point Operator) betreibt die Ladesäule, der EMP (E-Mobility Service Provider) verkauft dir den Ladevertrag mit Karte oder App. Beide Rollen können bei einem Unternehmen liegen, müssen es aber nicht.
Beim öffentlichen Laden sind meist zwei Rollen im Spiel. Der CPO (Charge Point Operator) ist der Betreiber des Ladepunkts: Laut EU-Verordnung AFIR verwaltet und betreibt er die Säule und erbringt den Ladedienst, auch im Auftrag eines Mobilitätsdienstleisters. Der EMP (E-Mobility Service Provider, in der AFIR „Mobilitätsdienstleister“) verkauft dir den Ladedienst gegen Entgelt, typischerweise über Ladekarte oder App. Ein Beispiel: Ein Stadtwerk betreibt eigene Säulen und gibt zugleich Ladekarten aus - dann ist es CPO und EMP in einem.
Warum dich das interessiert
| CPO | EMP | |
|---|---|---|
| Aufgabe | betreibt Ladepunkte | verkauft Ladeverträge |
| Ansprechpartner für | Ad-hoc-Preis, Störung an der Säule | Tarif, Rechnung, Karte |
Lädst du mit der Karte eines EMP an der Säule eines anderen CPO, heißt das e-Roaming: Daten und Zahlungen laufen zwischen beiden, oft über eine Roaming-Plattform. Deshalb kann dieselbe Säule je nach Karte unterschiedlich viel kosten. Ohne EMP lädst du per Ad-hoc-Laden direkt beim CPO.
Die AFIR verlangt von beiden faire Preise: CPOs dürfen bei den Preisen nicht zwischen Endkunden und Mobilitätsdienstleistern diskriminieren. EMPs müssen dir vor dem Laden alle Preisbestandteile einschließlich der Roaming-Kosten nennen.
Im Hintergrund kommuniziert die Ladesäule mit dem Verwaltungssystem des CPO, häufig über das offene Protokoll OCPP.
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Quellen