Lexikon · Laden & Strom

Plug & Charge

Plug & Charge ist ein Verfahren nach ISO 15118, bei dem sich das E-Auto per digitalem Zertifikat selbst an der Ladesäule anmeldet: einstecken, laden - abgerechnet wird über den hinterlegten Ladevertrag.

Auch genannt: Plug and Charge, PnC

Bei Plug & Charge entfällt das Freischalten mit App, Ladekarte oder Kreditkarte. Nach dem Einstecken tauschen Auto und Ladesäule verschlüsselt Daten aus, das Auto weist sich mit einem digitalen Zertifikat aus, das mit deinem Ladevertrag verknüpft ist. Grundlage ist die Norm ISO 15118. Gedacht ist das Verfahren für AC und DC, verbreitet ist es laut ADAC bisher vor allem an DC-Schnellladern.

So richtest du es ein

  1. Konto beim Fahrzeughersteller anlegen und das Auto damit verknüpfen.
  2. Plug & Charge im Auto oder in der Hersteller-App aktivieren.
  3. Einen Ladetarif hinterlegen - bei den meisten Herstellern geht bislang nur ein Vertrag.

Unterstützt wird Plug & Charge laut ADAC (Stand Juli 2026) unter anderem von Audi, BMW, Ford, Hyundai, Kia, Mercedes-Benz, Polestar, Porsche, Renault, Škoda, Volvo und VW - oft erst ab einer bestimmten Softwareversion.

Worauf du achten solltest

Den Preis zeigen weder Auto noch Säule beim Einstecken an. Prüf die Konditionen deines Vertrags deshalb vorher in der App. Willst du an einer Säule anders bezahlen, deaktiviere Plug & Charge vor dem Einstecken. Bietet ein Betreiber die automatische Anmeldung an, muss er dir nach der EU-Verordnung AFIR trotzdem immer eine andere Bezahlmöglichkeit lassen, etwa Ad-hoc-Laden. Als Reserve gehört eine Ladekarte ins Auto.

Nicht verwechseln mit Autocharge: Dabei erkennt die Säule das Auto an einer zuvor registrierten Kennung. Das ist einfacher umzusetzen, laut ADAC aber weniger sicher und meist auf einzelne Betreiber beschränkt.

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Quellen