Lexikon · Laden & Strom
Bordlader (On-Board-Charger) (OBC)
Ladegerät im Auto, das beim AC-Laden den Wechselstrom aus Wallbox oder Steckdose in Gleichstrom für die Batterie umwandelt. Seine Leistung - meist 11 kW - begrenzt das Ladetempo an Wechselstrom.
Die Batterie eines E-Autos speichert Gleichstrom, aus dem Netz kommt Wechselstrom. Beim AC-Laden übernimmt deshalb der Bordlader die Umwandlung, englisch On-Board-Charger (laut Mennekes). Die Wallbox gibt nur vor, wie viel Strom er höchstens ziehen darf - wie schnell es tatsächlich geht, entscheidet der Bordlader. Beim DC-Laden bleibt er außen vor, dort wandelt die Ladesäule den Strom um.
11 kW sind Standard, 22 kW ein Extra
Öffentliche AC-Säulen liefern bis 22 kW, die Bordlader der meisten E-Autos nutzen davon laut ADAC nur 11 kW. Einige Hersteller bieten einen 22-kW-Bordlader als Option an. Beispiel BMW iX1 eDrive20: Für eine volle Ladung nennt der ADAC-Autokatalog 390 Minuten mit 11 kW und 225 Minuten mit 22 kW.
Ob der Bordlader ein- oder dreiphasig arbeitet, entscheidet, was an einer 11-kW-Wallbox ankommt - siehe einphasig und dreiphasig laden.
Der Bordlader ist zudem eine Hauptquelle für Ladeverluste: Laut ADAC entsteht der größte Teil bei der Umwandlung im On-Board-Charger und durch Nebenverbraucher, die während des Ladens laufen.
Faustregel: Ein 22-kW-Bordlader lohnt sich, wenn du oft an 22-kW-Säulen stehst und schnell weiter musst. Zu Hause braucht eine 22-kW-Wallbox die Zustimmung des Netzbetreibers (§ 19 NAV, Stand Oktober 2026).
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Quellen
