Lexikon · Laden & Strom
Ladeverluste
Der Teil des Stroms, den du beim Laden bezahlst, der aber nicht in der Batterie ankommt - vor allem durch die Umwandlung im Bordlader und die Bordelektronik. An der Haushaltssteckdose sind sie am höchsten.
Nicht jede Kilowattstunde, die du bezahlst, landet im Akku - und der Bordcomputer zeigt den Verlust nicht an, schreibt der ADAC. Beim AC-Laden entsteht er vor allem bei der Umwandlung von Wechsel- in Gleichstrom im Bordlader und durch Steuergeräte im 12-Volt-Bordnetz, die während des Ladens laufen - laut ADAC allein 100 bis 300 Watt. Je länger der Ladevorgang dauert, desto mehr summiert sich das.
Was der ADAC 2026 gemessen hat
| Ladeart | Verlust |
|---|---|
| Haushaltssteckdose, 2,3 kW | 12,7 bis 15,3 Prozent (Mercedes CLA: 24,2) |
| Wallbox mit 4,1 kW (wie beim Laden mit Solarüberschuss) | 8,0 bis 12,8 Prozent |
| Wallbox mit 11 oder 22 kW | 5,1 bis 7,0 Prozent |
| DC-Schnellladen | 5 bis 15 Prozent |
Beim DC-Laden wandelt die Säule den Strom um, in der ADAC-Messung gingen dabei im Schnitt 3 Prozent verloren. Zusätzlich kostete das Heizen einer kalten Batterie an der Säule 2 bis 8 Prozent.
Die Verluste beim PV-Überschussladen hält der ADAC für vertretbar, weil der Strom aus der eigenen Anlage stammt. Für Netzstrom gilt seine Faustformel: Je höher die Ladeleistung an Wechselstrom, desto kürzer der Ladevorgang und desto geringer die Verluste. Lade an der Wallbox also mit voller Leistung und an der Haushaltssteckdose nur im Notfall.
Beispiel: Von 100 kWh aus der Haushaltssteckdose kommen bei 15 Prozent Verlust 85 kWh im Akku an, an der Wallbox bei 7 Prozent 93 kWh.
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Quellen