Lexikon · Laden & Strom

Laden an der Schuko-Steckdose

Laden an der normalen Haushaltssteckdose mit einem Mode-2-Notladekabel, meist mit 2,3 kW. Der ADAC sieht darin nur eine Notlösung: Die Dose ist nicht für stundenlange Volllast gebaut, die Ladeverluste sind hoch.

Auch genannt: Haushaltssteckdose, Schutzkontaktsteckdose, Schuko, Notladen

Schuko steht für Schutzkontakt - gemeint ist die normale Haushaltssteckdose. Laden kannst du dort mit einem Mode-2-Kabel, dessen Steuerbox die Kommunikation mit dem Auto übernimmt (laut Mennekes).

Warum es nur eine Notlösung ist

Schutzkontaktsteckdosen sind laut ADAC nur für begrenzte Zeit mit ihrem maximalen Bemessungsstrom von 16 A belastbar. Bei stundenlangem Laden können gealterte Kontakte, Klemmstellen oder eine unsachgemäße Installation so heiß werden, dass es brennt. Der ADAC rät deshalb, den Ladestrom auf 10 A oder weniger zu begrenzen - das ergibt 2,3 kW - und nur Kabel mit Temperatursensor zu nutzen.

Dazu kommt der Verlust: Bei einer ADAC-Messung an fünf E-Autos (2026) gingen an der Haushaltssteckdose 12,7 bis 15,3 Prozent der Energie verloren, beim Mercedes CLA sogar 24,2 Prozent. An der Wallbox waren es höchstens 7,0 Prozent (siehe Ladeverluste).

Beispiel: Zehn Stunden an der Dose mit 2,3 kW ziehen 23 kWh aus dem Netz. Bei rund 15 Prozent Verlust landen knapp 20 kWh im Akku - bei angenommenen 18 kWh/100 km genug für gut 100 Kilometer.

Faustregel: Für gelegentliches Nachladen im Notfall in Ordnung, für den Alltag planst du eine Wallbox oder eine CEE-Dose ein. Lass die Zuleitung vorher vom Elektriker prüfen - der ADAC empfiehlt das vor allem bei älteren Installationen.

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Quellen