Lexikon · Laden & Strom
Wallbox
Fest installierte Ladestation für Wechselstrom, meist an der Garagenwand. Sie lädt sicherer, schneller und mit weniger Verlust als die Haushaltssteckdose - in der Regel mit 11 kW.
Eine Wallbox ist eine fest angeschlossene Ladestation für Wechselstrom (AC-Laden), meist an der Wand von Garage oder Carport. Sie hängt laut ADAC an einer eigenen, separat abgesicherten Zuleitung. Manche Boxen haben ein festes Ladekabel, andere nur eine Typ-2-Dose für dein eigenes Mode-3-Kabel.
Statt 2,3 kW an der Haushaltssteckdose liefert eine Wallbox laut ADAC bis 22 kW, im Regelfall genügen 11 kW. Mehr nutzt ohnehin nur ein Auto mit 22-kW-Bordlader. Dazu lädt das Auto effizienter: Der ADAC maß an der Wallbox 5,1 bis 7,0 Prozent Ladeverluste - ungefähr halb so viel wie an der Haushaltssteckdose.
Vor dem Kauf: Elektriker und Netzbetreiber
Rechtsstand Oktober 2026, keine Rechtsberatung:
- Anschließen darf die Box nur ein Elektrobetrieb, der im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist (§ 13 NAV).
- Jede Wallbox meldest du vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber an, über 12 kVA muss er zustimmen - etwa bei 22 kW (§ 19 NAV). Mehr unter Anmeldung der Wallbox.
- Neue Wallboxen über 4,2 kW darf der Netzbetreiber bei drohender Überlastung vorübergehend auf 4,2 kW drosseln, dafür zahlst du weniger Netzentgelt (Bundesnetzagentur, siehe § 14a EnWG).
- Eine eingebaute Schutzeinrichtung gegen Gleichstrom-Fehlerströme spart laut ADAC Kosten bei der Hausinstallation.
Faustregel: eine 11-kW-Box mit festem Kabel - mehr im Ratgeber Wallbox und Ladekabel.
Mehr dazu im Magazin
Wallbox, Ladekabel, mobiler Lader: Was dein E-Auto wirklich braucht
11 oder 22 kW, einphasig oder dreiphasig, mitteilen oder genehmigen lassen: Wir zeigen, welche Wallbox, welches Typ-2-Kabel und welcher Notlader zu deinem Auto passen.

Quellen
