Lexikon · Laden & Strom

Lastmanagement

Lastmanagement verteilt die verfügbare Anschlussleistung eines Hauses auf mehrere Ladepunkte und Verbraucher, damit die Hauptsicherung hält und der Netzanschluss nicht teuer verstärkt werden muss.

Auch genannt: Lademanagement, Last- und Lademanagement

Ein Hausanschluss liefert nur eine begrenzte Leistung. Laden mehrere E-Autos gleichzeitig mit voller Leistung, wird es eng. Ein Lastmanagement regelt deshalb, wie viel Strom jeder Ladepunkt bekommt. Laut ADAC ist es in den meisten Wohnanlagen notwendig - ohne müsste der Hausanschluss oft für viel Geld erweitert werden.

Statisch oder dynamisch

Art Funktionsweise geeignet für
statisch eine fest eingestellte Höchstleistung wird gleichmäßig auf die Ladepunkte verteilt wenige Ladeplätze, gleichmäßiger Bedarf
dynamisch misst laufend den Verbrauch am Hausanschluss und gibt die freie Leistung an die Autos viele Ladeplätze, schwankender Hausverbrauch

Beim statischen Verfahren bleibt frei werdende Leistung ungenutzt. Das dynamische nutzt sie, braucht aber eine Messung des Gesamtstroms am Hausanschluss, die laut Nationaler Leitstelle Ladeinfrastruktur vorher mit dem Messstellenbetreiber abgestimmt werden muss.

Auch im Einfamilienhaus sinnvoll

Ein dynamisches Lastmanagement drosselt die Wallbox automatisch, wenn Herd, Waschmaschine und Wärmepumpe gleichzeitig laufen, und verhindert so, dass die Hauptsicherung auslöst. Mit einem Energiemanagementsystem kannst du zusätzlich Solarstrom einbeziehen (PV-Überschussladen). Dimmt der Netzbetreiber nach § 14a EnWG, verteilst du die erlaubte Gesamtleistung über das Energiemanagement selbst auf deine Geräte.

Tipp: Planst du eine zweite Wallbox oder eine Wärmepumpe, lass den Elektriker gleich prüfen, ob ein Lastmanagement eine teure Verstärkung des Hausanschlusses ersetzen kann.

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Quellen