PV-Überschussladen: Welche Wallbox schon bei wenig Sonne lädt
Dreiphasig startet die Ladung erst ab rund 4,1 kW Überschuss, mit automatischer Phasenumschaltung schon ab 1,4 kW. Welche Wallbox zu deiner Solaranlage passt, was dein Auto mitmachen muss und was § 14a EnWG damit zu tun hat.
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Schon ab 1,4 kW Überschuss lädt eine Wallbox mit automatischer Phasenumschaltung: Sie startet einphasig und wechselt erst bei mehr Sonne auf drei Phasen. Dreiphasig geht es erst ab rund 4,1 kW los - bei Anlagen unter 10 kWp reicht der Überschuss dafür laut einer Simulation der HTW Berlin nur selten, solange das Auto angesteckt ist.
Fürs PV-Überschussladen brauchst du außerdem einen Zähler am Hausanschluss und eine Steuerung, die der Wallbox laufend sagt, wie viel Solarstrom übrig ist. Sie steckt je nach System in der Wallbox, im Wechselrichter oder in einem Energiemanager.
Unsere Wahl ist der go-e Charger Gemini 2.0 mit go-e Controller, der laut go-e mit jedem Wechselrichter funktioniert. Am besten schnitt in der Wallbox-Inspektion 2025 von HTW Berlin und Fraunhofer ISE die Heidelberg connect.solar ab; mit Fronius-Wechselrichter passt der Wattpilot Flex.
So funktioniert Überschussladen: Der Zähler am Hausanschluss gibt den Takt vor
Maßgeblich ist nicht, was die Module erzeugen, sondern was am Netzanschluss ins Netz fließen würde - das Auto bekommt nur, was der Haushalt übrig lässt. Ohne Zähler am Netzanschluss geht laut der Open-Source-Software evcc nur Laden nach PV-Erzeugung; bei Anlagen mit Nulleinspeisung funktioniert Überschussladen gar nicht.
Die 6-Ampere-Hürde: Warum dreiphasig erst ab rund 4,1 kW geladen wird
Weniger als 6 A je Phase kann eine Wallbox dem Auto nicht freigeben, das legt die Ladenorm IEC 61851 fest. Nach oben ist meist bei 16 A Schluss:
| Phasen | Minimum (6 A) | Maximum (16 A) |
|---|---|---|
| einphasig | rund 1,4 kW | 3,7 kW |
| zweiphasig | 2,8 kW | 7,4 kW |
| dreiphasig | rund 4,1 kW | 11 kW |
Rund 4,1 kW sind laut dem Wallbox-Hersteller cFos gerade im Winter mehr, als viele PV-Anlagen liefern. Manche Autos brauchen mehr als 6 A - der ADAC nennt je nach Fahrzeug bis zu 10 A je Phase. Herstellerangaben dazu fanden wir für unsere Steckbrief-Modelle nicht.
Phasenumschaltung: Unter 10 kWp zählt vor allem das einphasige Laden
Was die Umschaltung bringt, zeigt die HTW-Simulation: Dreiphasig versiebenfacht sich der Solaranteil auf 57 Prozent, wenn die Anlage von 5 auf 10 kWp wächst - einphasig sind 57 Prozent schon mit 7,5 kWp drin. Den höchsten Solaranteil bei den geringsten Verlusten erreicht eine Wallbox mit automatischer Phasenumschaltung; unter 10 kWp kann laut HTW auch eine einphasige Ladestation genügen.
Weiterer Vorteil laut ADAC: Ohne Umschaltung startet und stoppt die Ladung an wechselhaften Tagen ständig, manche Autos werten das als Störung und brechen ab. Um Laderegler und Schütze zu schonen, begrenzen die Hersteller, wie oft umgeschaltet wird - der Fronius Wattpilot etwa hat eine Mindestladedauer von 5 Minuten.
Was dein Auto mitmachen muss
Wie viele Phasen dein Auto nutzt, entscheidet sein Bordlader. Lädt er nur einphasig, startet er an jeder Wallbox ab 1,4 kW, sofern die Regelung die Phasenzahl kennt. Laut unseren Steckbriefen:
| Laden laut Steckbrief | Modelle | Start ab (6 A) | Mit Phasenumschaltung |
|---|---|---|---|
| nur einphasig | BYD Atto 2 DM-i, Dolphin G DM-i und Seal 6 DM-i Touring; Dacia Spring; Geely E2 und Starray EM-i; Jaecoo 7 PHEV; Leapmotor T03, B10 Hybrid EV und C10 Hybrid EV; Lynk & Co 01; MG HS PHEV und EHS PHEV; XPeng L03 PowerX | rund 1,4 kW | kein Vorteil; an 16 A höchstens 3,7 kW |
| einphasig je nach Version | BYD Dolphin Active und Atto 3 Active (2022-2025); Citroën ë-C3 serienmäßig; MG4 Electric mit 51 kWh, MGS5 EV Standard Range, MG ZS EV bis 10/2021 und Standard Range; smart #1 Pure und Pro sowie Pro+ bis 04/2023, #3 Pro, EQ fortwo und EQ forfour ohne 22-kW-Option | rund 1,4 kW | kein Vorteil; an 16 A höchstens 3,7 kW |
| zweiphasig | VW ID.3 Pure bis 04/2026, ID.4 Pure bis 03/2026 (teils), Audi Q4 35 e-tron bis 06/2024 (laut EV Database; ADAC-Katalog: einphasig) | 2,8 kW | Start ab 1,4 kW |
| dreiphasig (11 oder 22 kW) | alle übrigen, etwa Tesla Model 3, Model Y, Model S und Model X; VW ID.7, XPeng G6, Renault 5, alle Zeekr-Modelle, der Plug-in-Hybrid BYD Seal U DM-i und laut EV Database der Jaecoo 5 EV (Jaecoo nennt keine Phasenzahl); Lynk & Co 02 und Plug-in-Hybrid 08; Mercedes-Benz EQA, EQB, EQE, EQE SUV, EQS, EQS SUV, EQV, VLE, G 580 mit EQ Technologie, GLA elektrisch, GLB mit EQ Technologie, C-Klasse elektrisch und AMG GT 4-Türer Coupé; NIO EL6, EL7, EL8, ET5, ET5 Touring und ET7; Polestar 1 (Plug-in-Hybrid), 2, 3, 4 Coupé, 4 SUV und 5 | rund 4,1 kW | Start ab 1,4 kW |
| offen (Quellen widersprechen sich) | MG IM5 und IM6: laut EV Database dreiphasig, MG nennt 11 kW ohne Phasenzahl, der ADAC-Katalog einphasig 7 kW; MGS6 EV: laut MG-Bedienungsanleitung dreiphasig, laut ADAC-Katalog einphasig 7 kW | rund 1,4 oder 4,1 kW | Start ab 1,4 kW |
Beim Jaecoo 5 EV nennt der Hersteller keine Phasenzahl, bei MG IM5, IM6 und MGS6 EV widersprechen sich die Quellen - frag beim Händler nach.
Nicht jedes Auto verträgt Phasenwechsel und Ladepausen
In einer Messung des Fraunhofer ISE wechselten Tesla Model 3, VW ID.3, Hyundai Ioniq 5 und Audi e-tron nach kurzer Ladepause auf drei Phasen; Baujahre nennt die Studie nicht. Nutzer und Wallbox-Hersteller berichten laut HTW dagegen, dass die Umschaltung bei eingestecktem Hyundai Kona, Kia e-Niro, Peugeot e-208 oder Renault Zoe nicht automatisch klappt. Eine Aussage der Autohersteller dazu liegt nicht vor, beim e-208 widersprechen sich die Berichte.
cFos selbst schaltet standardmäßig nur bei abgestecktem Auto um. Laut seiner ausdrücklich ungeprüften Liste aus Kundenrückmeldungen soll es eingesteckt etwa bei Tesla Model 3 und Model Y, VW ID.3, Škoda Enyaq, BMW i4 und XPeng G6 klappen (jeweils bestimmte Baujahre), beim VW ID.4 Pro S aus dem Modelljahr 2022 nicht (womöglich hilft ein Update). Verbindlich ist nur die Auskunft deines Autoherstellers.
Einzelne Autos setzen nach einer Ladepause nicht von selbst fort. Dafür bietet der Fronius Wattpilot Fahrzeugprofile, höheren Mindeststrom und simuliertes Abstecken; evcc lädt im Modus „Dauerhaft laden“ ohne Pause mit Mindestleistung weiter, notfalls mit etwas Netzstrom.
Ladeplan und Ladestrom im Auto prüfen
Beim Kia EV3 beginnt die Ladung laut Bedienungsanleitung nicht sofort, wenn die planmäßige Aufladung aktiv ist - schalte den Ladeplan fürs Überschussladen ab. Startet die Ladung nicht oder bricht ab, rät Kia in der Anleitung zum Niro EV, im Fahrzeugmenü einen anderen AC-Ladestrom zu wählen.
Modbus, EEBus, SEMP: So finden Wallbox und Wechselrichter zusammen
- Wallbox mit eigenem Zähler: Ein Zähler oder Controller im Verteiler misst, die Wallbox regelt danach - laut Herstellern unabhängig vom Wechselrichter, etwa go-e mit go-e Controller, Heidelberg connect.solar und Elli Charger 2.
- Herstellersystem: Fronius, SMA, Kostal und E3/DC bieten Wallboxen, die mit Wechselrichter, Speicher und Zähler derselben Marke zusammenspielen. Der ADAC rät, Komponenten möglichst von einem Hersteller zu nehmen.
- Unabhängiger Energiemanager: evcc, clever-PV oder Solar Manager steuern Wallboxen verschiedener Marken über Modbus TCP, OCPP, EEBus oder SEMP. Bei go-e Gemini, Elli Charger 2, connect.solar und Fronius Wattpilot übernimmt evcc laut Geräteliste auch die Phasenumschaltung.
Eine vorhandene Wallbox lässt sich laut ADAC nachrüsten, wenn sie steuerbar ist und eine offene Schnittstelle hat. Zähler und Controller im Verteiler setzt nur ein Elektrobetrieb, der im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist (§ 13 NAV).
Unsere Empfehlungen: Welche Wallbox zu welcher Anlage passt
Für die meisten Anlagen ist der go-e Charger Gemini 2.0 unsere Wahl: Er lädt mit 1,4 bis 11 kW in 1-A-Schritten und lässt sich per OCPP, Modbus TCP oder offener API an Energiemanager wie evcc anbinden. Das Typ-2-Kabel kaufst du dazu.
Unsere Wahl
go-e Charger Gemini 2.0 11 kW (CH-05-11-51)
Universell einsetzbar
Kompakte 11-kW-Wallbox mit Typ-2-Steckdose, App, 1-/3-Phasen-Umschaltung fürs PV-Überschussladen und Anschluss für die netzdienliche Steuerung.
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Passform
Universell für alle Fahrzeuge mit Typ-2-Ladebuchse. Wallbox mit Typ-2-Steckdose - ein Typ-2-Kabel (Mode 3) muss separat gekauft werden.
Unsere Einschätzung
Die Box für Solarstrom-Lader: Dank Phasenumschaltung startet sie schon bei 1,4 kW, die PV-Anbindung läuft über API, OCPP, go-e Controller oder ein vorhandenes Energiemanagement. Das Ladekabel kaufst du separat - dafür lässt es sich einfach tauschen oder mitnehmen.
Pro
- 1-/3-Phasen-Umschaltung per App, Ladeleistung 1,4 bis 11 kW
- Zugang per RFID-Karte oder App
- PV-Anbindung per API, OCPP, go-e Controller oder fremdem Energiemanagement
- Zwei Datenkabel für die netzdienliche Steuerung (§ 14a EnWG) ab Werk
- Klein und leicht: ca. 15,5 × 26 × 11 cm, 1,84 kg, IP65
Contra
- Kein fest angeschlagenes Kabel - Typ-2-Kabel extra nötig
- Fürs PV-Überschussladen braucht es zusätzlich eine Messung am Netzanschluss (z. B. go-e Controller oder Energiemanagement)
- Energiezähler ungeeicht
Technische Daten
- Ladeleistung
- 1,4-11 kW (6-16 A), 1-/3-phasig umschaltbar
- Anschluss
- Typ-2-Steckdose (EN 62196-2), Kabel nicht enthalten
- Energiezähler
- integriert, ungeeicht
- Fehlerstromschutz
- DC-Schutzmodul
- Vernetzung
- WLAN, SIM; OCPP 1.6, Modbus TCP, HTTP-API, MQTT
- Schutzart
- IP65
- Maße / Gewicht
- ca. 155 × 260 × 110 mm / 1,84 kg
Fürs Überschussladen kommt der go-e Controller in den Verteiler. Er arbeitet laut go-e mit jedem Wechselrichter und AC-Speicher, schaltet Wallboxen der Gemini- und HOME-V3-Serie automatisch zwischen einer und drei Phasen um und übernimmt ein dynamisches Lastmanagement.
Für go-e-Wallboxen
go-e Controller (CH-30-01) für PV-Überschussladen mit go-e Wallboxen
Universell einsetzbar
Messgerät für den Zählerschrank: Sechs Klappwandler am Hausanschluss erfassen, wie viel Strom gerade ins Netz fließen würde - der Controller regelt die go-e Wallbox danach und schaltet automatisch zwischen ein- und dreiphasigem Laden um.
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Passform
Universell für PV-Anlagen jeder Marke: misst am Netzanschlusspunkt und braucht laut go-e keine Verbindung zum Wechselrichter. Steuert aber nur go-e Wallboxen (CORE, PRO, Gemini, HOME V2/V3); automatische 1-/3-Phasenumschaltung laut Produktseite mit CORE, PRO, Gemini und HOME V3. Einbau im Verteiler durch eingetragenen Elektrofachbetrieb.
Unsere Einschätzung
Der unkomplizierteste Weg zum Überschussladen mit einer go-e Wallbox: Weil der Controller nur am Hausanschluss misst, funktioniert er mit jedem Wechselrichter und jedem AC-Speicher. Lass ihn gleich bei der Wallbox-Installation in den Verteiler setzen.
Pro
- Funktioniert mit jedem PV-Wechselrichter und AC-Speicher (laut go-e)
- Automatische 1-/3-Phasenumschaltung: einphasig ab 1,4 kW, dreiphasig ab 4,2 kW Überschuss (laut go-e)
- Zusätzlich dynamisches Lastmanagement und Energie-Monitoring
- Offene Schnittstellen: HTTP-API, MQTT, Modbus TCP
Contra
- Steuert nur go-e Wallboxen
- Einbau im Verteiler - nur durch eingetragenen Elektrofachbetrieb
- DC-gekoppelte Speicher an Hybrid-Wechselrichtern misst er nicht direkt (laut go-e)
Technische Daten
- Kompatible Wallboxen
- go-e Charger CORE, PRO, Gemini, HOME (V2, V3)
- Phasenumschaltung
- automatisch 1-/3-phasig (CORE, PRO, Gemini, HOME V3)
- Messung
- 6 Klapp-Stromwandler (100 A), Spannung L1-L3 und N
- Vernetzung
- LAN, WLAN; App, HTTP-API, MQTT, Modbus TCP
- Bauform
- Hutschiene, 4 TE, ca. 72 × 90 × 61 mm
- Lieferumfang
- Controller, Verbindungsklemme, 6 Stromwandler, WLAN-Antenne, Ethernet-Flachkabel 2 m
Am besten schnitt in der Wallbox-Inspektion 2025 die Heidelberg connect.solar mit Amperfied PowerMeter 63 ab: In der HTW-Simulation mit 10-kW-Solaranlage erzielte sie 94,8 Prozent der Kosteneinsparung, die eine ideale, verlustfreie Wallbox gegenüber reinem Netzstrom-Laden erreicht (Wallbox-Performance-Index). Das PowerMeter fanden wir bei keinem unserer Partnerhändler - frag deinen Elektriker oder den Fachhandel.
Premium-Tipp
Heidelberg Wallbox connect.solar 11 kW mit FI-Schutzschalter und 7,5-m-Kabel (00.779.3158)
Universell einsetzbar
11-kW-Wallbox mit festem 7,5-m-Kabel, eingebautem FI-Schutzschalter und integriertem Solarmanager: Mit dem PowerMeter lädt sie schon ab 1,4 kW Überschuss einphasig und schaltet bei mehr Sonne auf drei Phasen.
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Passform
Universell für alle Fahrzeuge mit Typ-2-Ladebuchse; fest angeschlagenes 7,5-m-Kabel. Für PV-Überschussladen mit Phasenumschaltung ist das separat erhältliche Amperfied PowerMeter 63 am Hausanschluss nötig - laut Hersteller unabhängig vom Wechselrichter. Alternativ Anbindung an ein HEMS per Modbus TCP.
Unsere Einschätzung
Bei der Wallbox-Inspektion 2025 von HTW Berlin und Fraunhofer ISE schnitt die connect.solar mit PowerMeter am besten ab: In der Simulation mit einer 10-kW-Solaranlage erreichte sie 94,8 Prozent der Kostenersparnis, die eine ideale, verlustfreie Wallbox gegenüber reinem Netzstrom-Laden erzielt. Sie arbeitet mit jedem Wechselrichter zusammen; das PowerMeter musst du aber zusätzlich einplanen.
Pro
- Automatische Phasenumschaltung, PV-Laden ab 1,4 kW (laut Hersteller)
- Herstellerunabhängig: funktioniert mit jedem Wechselrichter (laut Hersteller)
- Integrierter FI-Schutzschalter Typ A in dieser Variante
- Höchster Wallbox-Performance-Index (94,8 %) in der Wallbox-Inspektion 2025
- § 14a EnWG konform, OCPP 1.6, Modbus TCP
Contra
- PowerMeter 63 separat nötig - bei unseren Partnerhändlern nicht gefunden
- Mit 462 × 345 × 142 mm und rund 6,8 kg recht groß
- Kein MID-Zähler für die Dienstwagen-Abrechnung
Technische Daten
- Ladeleistung
- bis 11 kW (6-16 A, in 2-A-Schritten konfigurierbar)
- Phasen
- 1-, 2- oder 3-phasig, integrierte Phasenumschaltung
- Anschluss
- Typ-2-Kabel, fest, 7,5 m
- PV-Messung
- Amperfied PowerMeter 63 (separat) oder HEMS per Modbus TCP
- Fehlerstromschutz
- integrierter RCD Typ A 30 mA AC, DC 6 mA
- Vernetzung
- LAN, WLAN, RS485; OCPP 1.6, Modbus TCP
- Schutzart
- IP54
- Maße / Gewicht
- 462 × 345 × 142 mm / ca. 6,8 kg
Mit Fronius-Wechselrichter ist der Wattpilot Flex Home 11 C6 die naheliegende Wahl: PV-Laden ab rund 1,4 kW, automatische Umschaltung, Fahrzeugprofile; die 22-kW-Version kam in der Inspektion auf 94,4 Prozent. Nötig ist ein Fronius Smart Meter; je Anlage regelt nur ein Wattpilot nach Überschuss. Bei The Mobility House ist die Box derzeit nur vorbestellbar, Lieferung laut Shop im Dezember 2026 (Stand 11.10.2026).
Für Fronius-Anlagen
Fronius Wattpilot Flex Home 11 C6 (4,240,170)
Universell einsetzbar
11-kW-Wallbox mit 6-m-Kabel, die im Eco-Modus PV-Überschuss von 1,38 bis 11 kW lädt und dafür automatisch zwischen einer und drei Phasen umschaltet.
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Passform
Universell für alle Fahrzeuge mit Typ-2-Ladebuchse; fest angeschlagenes 6-m-Kabel. PV-Überschussladen mit kompatiblem Fronius-Wechselrichter (u. a. GEN24, Tauro, Verto, Symo Hybrid, SnapINverter) plus Fronius Smart Meter am Einspeisepunkt; mit Wechselrichtern anderer Hersteller nur mit Fronius Smart Meter IP 5kA-3 und ohne parallel geregelten Speicher oder Heizstab.
Unsere Einschätzung
Die naheliegende Wahl, wenn auf dem Dach ein Fronius-Wechselrichter arbeitet: Wallbox, Smart Meter und App kommen aus einer Hand, und die 22-kW-Schwester kam in der Wallbox-Inspektion 2025 auf 94,4 Prozent - knapp hinter der besten Box.
Pro
- Automatische 1-/3-Phasenumschaltung, PV-Laden ab 1,38 kW
- Eco-Modus und Next-Trip-Modus (Energiemenge bis zur Abfahrtszeit)
- Fahrzeugprofile und Einstellungen für Mindeststrom, Ladepausen und Phasenwechsel
- Digitaler Eingang für § 14a EnWG, OCPP 1.6J, LAN und WLAN
Contra
- PV-Überschussladen nur mit Fronius Smart Meter (bei Fremd-Wechselrichtern Smart Meter IP)
- Mit Fremd-Wechselrichtern keine parallel geregelte Batterie (Herstellerhinweis)
- Für § 14a in Deutschland dauerhafte Internetverbindung nötig (laut Fronius)
- Bei The Mobility House am 11.10.2026 nur vorbestellbar (Lieferung Dezember 2026)
Technische Daten
- Ladeleistung
- bis 11 kW (6-16 A)
- PV-Laden
- 1,38-11 kW, automatische 1-/3-Phasenumschaltung
- Regelschritte
- 1 A (0,23 kW einphasig / 0,69 kW dreiphasig)
- Anschluss
- Typ-2-Kabel, fest, 6 m
- Vernetzung
- LAN, WLAN, 2 digitale Eingänge, 1 digitaler Ausgang, OCPP 1.6J
- Energiezähler
- kein MID-Zähler (nur in der Flex-Pro-Version)
- Standby
- 3,5-6,8 W (je nach Einstellung)
- Maße / Gewicht
- 325 × 195 × 105 mm / 4,1 kg
Die Alternative mit festem 7,5-m-Kabel ist der Elli Charger 2 Connect. Er regelt den Überschuss selbst und schaltet die Phasen dynamisch um; nötig ist nur ein Modbus-Zähler aus der Elli-Liste. In ein Energiemanagement lässt er sich laut Elli derzeit nicht direkt einbinden, evcc steuert ihn aber per EEBus, wenn seine eigene PV-Regelung aus ist.
Alternative
Elli Charger 2 Connect 11 kW (139915003C)
Universell einsetzbar
Smarte 11-kW-Wallbox mit fest angeschlagenem 7,5-m-Typ-2-Kabel, App, PV-Überschussladen und Steuerung nach § 14a EnWG über FNN-Steuerbox oder Smart Meter.
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Passform
Universell für alle E-Autos und Plug-in-Hybride mit Typ-2-Ladebuchse. Lädt mit bis zu 11 kW - Autos mit 22-kW-Lader laden daran mit 11 kW (für sie gibt es die Connect-Variante 139915005C mit 22 kW).
Unsere Einschätzung
Die runde Lösung für die meisten Haushalte: Das lange Kabel reicht auch bei ungünstig geparktem Auto, PV-Überschussladen mit Phasenumschaltung und EEBus sind an Bord. Wer keinen Dienstwagen abrechnen muss, braucht nicht mehr.
Pro
- Fest angeschlagenes Typ-2-Kabel mit 7,5 m
- PV-Überschussladen mit dynamischer Phasenumschaltung (laut Elli)
- Steuerbar nach § 14a EnWG per FNN-Steuerbox/Smart Meter; OCPP, Modbus TCP/RTU, EEBus
- LAN und WLAN, App, RFID und Plug & Charge nach ISO 15118
Contra
- Energiezähler ungeeicht - für die Dienstwagen-Abrechnung die Pro-Version mit MID-Zähler wählen
- Auf 11 kW ausgelegt - für 22-kW-Autos die Connect-22-Variante nehmen
Technische Daten
- Ladeleistung
- bis 11 kW (6-16 A, konfigurierbar)
- Anschluss
- Typ-2-Kabel, fest, 7,5 m
- Energiezähler
- integriert, ungeeicht
- Fehlerstromschutz
- DC-Schutz
- § 14a EnWG
- FNN-Steuerbox / Smart Meter
- Vernetzung
- LAN, WLAN; OCPP, Modbus TCP/RTU, EEBus
- Schutzart
- IP55
- Maße / Gewicht
- 372 × 260 × 116 mm / 4,9 kg
Für Dienstwagen gibt es den Elli Charger 2 Pro mit MID-Zähler, als mobile Lösung den go-e Charger Gemini flex 2.0 für die rote CEE-Dose - fürs Überschussladen zu Hause braucht auch er den Controller im Verteiler.
Elli Charger 2 Pro 22 kW mit MID-Zähler (139915007)
Universell einsetzbar
Wallbox für Dienstwagenfahrer: MID-Zähler für die kWh-genaue Abrechnung, bis 22 kW, festes 7,5-m-Typ-2-Kabel und Mobilfunk-Anbindung.
Passform-Hinweis
Universell für alle Fahrzeuge mit Typ-2-Ladebuchse. Volle 22 kW nur mit 22-kW-Bordlader - den gibt es bei vielen Modellen nur als Option, ein Blick ins Datenblatt oder in den Modell-Steckbrief klärt das. Andere Autos laden mit ihrer maximalen AC-Leistung.
* Werbelink: Wir erhalten eine Provision, dein Preis bleibt gleich. Mehr dazu
go-e Charger Gemini flex 2.0 11 kW (CH-05-11-01)
Universell einsetzbar
Mobile 11-kW-Wallbox mit rotem CEE16-Stecker und Typ-2-Steckdose - zu Hause in der mitgelieferten Wandhalterung, unterwegs im Kofferraum.
Passform-Hinweis
Universell für Fahrzeuge mit Typ-2-Ladebuchse; fahrzeugseitig Typ-2-Steckdose, Typ-2-Kabel separat nötig. Netzseitig CEE rot 16 A, andere Steckdosen nur mit go-e-Adapter.
* Werbelink: Wir erhalten eine Provision, dein Preis bleibt gleich. Mehr dazu
Weniger geeignet ist die Heidelberg Energy Control Plus aus unserer Wallbox-Kaufberatung: PV-Laden geht nur mit externem Energiemanagement, eine Phasenumschaltung nennt das Datenblatt nicht - dreiphasig startet sie erst ab rund 4,1 kW. KEBA P40, Kostal Enector, SMA eCharger, E3/DC und openWB (mit Zusatzplatine) schalten zwar um, unsere Partnerhändler führen sie aber nicht als Heimversion. Controller und Energiemanager findest du unter Energiemanager und Zubehör fürs PV-Laden bei The Mobility House*.
§ 14a EnWG: Gedimmt wird nur der Strom aus dem Netz
Neue Wallboxen mit mehr als 4,2 kW müssen seit 2024 nach § 14a EnWG steuerbar sein. Droht eine Überlastung, darf der Netzbetreiber ihren Strombezug vorübergehend auf 4,2 kW drosseln. Netzentgelt-Module und Anmeldung erklärt unsere Wallbox-Kaufberatung.
Für Solarstrom gilt die Grenze nicht: „Selbst produzierter Strom wird nicht mit der Leistungsgrenze von 4,2 kW verrechnet“, schreibt die Bundesnetzagentur. Rechnet ein Energiemanagementsystem den Solarstrom ein, darf die Wallbox während einer Drosselung mehr ziehen; der Netzbetreiber gibt dem System dann eine gemeinsame Obergrenze für alle steuerbaren Geräte vor. Die Einspeisung betrifft § 14a nicht.
Die fest installierten Wallboxen unserer Auswahl sind laut Herstellern für § 14a vorbereitet. Den Fronius Wattpilot musst du dafür laut Fronius dauerhaft mit dem Internet verbinden.
Lohnt sich das? Eigenverbrauch, Ladeverluste und die 60-Prozent-Regel
Neue Anlagen an Gebäuden bis 10 kW mit Teileinspeisung, die von August bis Dezember 2026 ans Netz gehen, bekommen laut Bundesnetzagentur 7,70 ct/kWh Einspeisevergütung (Stand Oktober 2026). Haushaltsstrom kostete 2026 laut BDEW bisher im Schnitt 37,0 ct/kWh (Stand Oktober 2026) - fast das Fünffache. Beide Werte können sich ändern: Das EEG 2023 gilt nur bis Ende 2026, eine Nachfolgeregelung ist in Beratung.
Langsames Laden ist nicht verlustfrei, zeigt eine ADAC-Messung mit 4,1 kW (wie beim Überschussladen) und 11 kW:
| Modell | 4,1 kW (PV-Überschuss) | 11 kW (Wallbox) |
|---|---|---|
| Mercedes-Benz CLA 350 | 12,8 % | 6,9 % |
| Renault 5 | 8,0 % | 5,1 % |
| Tesla Model Y | 9,4 % | 6,1 % |
| Volvo EX30 | 9,1 % | 7,0 % |
| VW ID.7 | 10,6 % | 6,9 % |
Diese Ladeverluste hält der ADAC beim Überschussladen für praktisch unvermeidlich; allein die Steuergeräte brauchen beim Laden 100 bis 300 W. Einphasig mit Minimalleistung sinkt der Wirkungsgrad des Bordladers laut HTW sogar unter 77 Prozent (bei 11 kW: 90 Prozent). Die Phasenumschaltung bringt also mehr Sonne ins Auto, aber nicht verlustfrei.
Für Neuanlagen kommt die 60-Prozent-Regel hinzu (Stand Oktober 2026): Anlagen mit Einspeisevergütung unter 25 kW, die seit dem 25. Februar 2025 ans Netz gegangen sind, dürfen bis zum Einbau eines intelligenten Messsystems mit Steuerung höchstens 60 Prozent ihrer Leistung einspeisen (§ 9 EEG). Was dein Auto mittags lädt, zählt als Eigenverbrauch und fällt nicht darunter. Den KfW-Zuschuss 442 kannst du nicht mehr beantragen.
So holst du die meiste Sonne ins Auto
Viel hängt davon ab, wie oft das Auto angesteckt ist. In der HTW-Simulation (10 kWp, ohne Speicher) erreichten Haushalte, die immer anstecken, wenn das Auto zu Hause steht, im Median 73 Prozent Solaranteil; wer nur bei Bedarf lädt, kommt im Mittel auf 18 Prozentpunkte weniger. Ungesteuertes Laden mit 11 kW direkt nach der Ankunft schaffte unter 20 Prozent.
Fazit: Die richtige Lösung für deine Anlage
- Beliebiger Wechselrichter: go-e Charger Gemini 2.0 mit go-e Controller.
- Bestes Inspektionsergebnis: Heidelberg connect.solar mit PowerMeter 63.
- Fronius-Wechselrichter: Wattpilot Flex Home 11 C6 - derzeit nur vorbestellbar.
- Alternative mit festem Kabel: Elli Charger 2 Connect mit Modbus-Zähler aus der Elli-Liste, für Dienstwagen die Pro-Version.
- SMA, Kostal oder E3/DC im Keller: die Wallbox aus demselben System.
- Auto lädt nur einphasig: Eine Phasenumschaltung brauchst du nicht.
- Vorhandene Box ohne Umschaltung: Mit offener Schnittstelle reichen Zähler und Energiemanager; im Winter hilft laut evcc ein einphasiges Ladekabel (bei Boxen mit Steckdose).
Alle Ladeprodukte findest du unter Laden & Kabel.
Häufige Fragen
Ab wie viel Solarstrom lädt mein E-Auto mit PV-Überschuss?
Weniger als 6 Ampere je Phase kann eine Wallbox dem Auto nicht freigeben, das legt die Ladenorm IEC 61851 fest. Einphasig sind das rund 1,4 kW, zweiphasig 2,8 kW und dreiphasig rund 4,1 kW Überschuss. Eine Wallbox mit automatischer Phasenumschaltung startet deshalb schon ab 1,4 kW und wechselt erst bei mehr Sonne auf drei Phasen. Manche Autos brauchen mehr: Der ADAC nennt je nach Fahrzeug 6 bis 10 A je Phase.
Brauche ich für das Überschussladen ein Energiemanagementsystem?
Nicht unbedingt - aber immer eine Messung am Hausanschluss, die zeigt, wie viel Strom gerade ins Netz fließen würde. Einige Wallboxen regeln selbst und brauchen nur den passenden Zähler: der Elli Charger 2 einen Modbus-Zähler aus der Elli-Liste, die Heidelberg connect.solar das Amperfied PowerMeter, go-e Wallboxen den go-e Controller. Hast du zusätzlich Speicher, Wärmepumpe oder Heizstab, kann ein Energiemanager den Überschuss nach deinen Prioritäten auf die Geräte verteilen.
Funktioniert PV-Überschussladen mit jedem Wechselrichter?
Mit Lösungen, die nur am Hausanschluss messen, ja: go-e Controller und Heidelberg connect.solar mit PowerMeter arbeiten laut Herstellern mit jedem Wechselrichter. Wallboxen aus einem Herstellersystem setzen eigene Komponenten voraus - Fronius etwa einen Fronius Smart Meter, SMA ein SMA-Energiemanagement wie den Sunny Home Manager 2.0. Ist deine Anlage auf Nulleinspeisung abgeregelt, funktioniert Überschussladen nach Zählerwert nicht.
Darf der Netzbetreiber meine Wallbox drosseln, obwohl die Sonne scheint?
Nach § 14a EnWG darf er nur den Strombezug aus dem Netz vorübergehend auf 4,2 kW begrenzen. Selbst erzeugter Solarstrom wird laut Bundesnetzagentur nicht angerechnet: Steuert ein Energiemanagementsystem die Wallbox, darf sie bei einer Drosselung zusätzlich Strom vom eigenen Dach beziehen. Die Einspeisung deiner PV-Anlage regelt § 14a nicht.
Kommt jedes E-Auto mit der Phasenumschaltung klar?
Nicht jedes. Laut Wallbox-Inspektion 2025 der HTW Berlin berichten Nutzer und Wallbox-Hersteller, dass die Umschaltung bei eingestecktem Auto etwa bei Hyundai Kona, Kia e-Niro, Peugeot e-208 oder Renault Zoe nicht automatisch funktioniert; eine Aussage der Autohersteller dazu liegt nicht vor. Tesla Model 3 und VW ID.3 haben den Wechsel in einer Messung des Fraunhofer ISE mitgemacht (Baujahr nicht genannt). Zum Umschalten unterbrechen Wallboxen die Ladung kurz; manche, etwa der Fronius Wattpilot, können zusätzlich ein Abstecken simulieren. Verbindlich ist nur die Auskunft deines Autoherstellers.



