Lexikon · Laden & Strom
Ladeleistung
Die Leistung in Kilowatt (kW), mit der Strom ins Auto fließt. Sie ergibt sich aus Spannung mal Stromstärke und wird vom schwächsten Glied begrenzt - Ladestation, Kabel, Bordlader oder Batterie.
Die Ladeleistung sagt, wie schnell Energie ins Auto fließt, gemessen in Kilowatt (kW). Physikalisch ist sie Spannung mal Stromstärke: 230 V × 16 A ergeben rund 3,7 kW auf einer Phase.
Die EU-Verordnung AFIR versteht unter der Ladeleistung einer Säule die theoretische Höchstleistung, die sie abgeben kann. Was davon ankommt, bestimmt laut Mennekes das schwächste Glied der Kette:
- beim AC-Laden: Wallbox oder Säule, Ladekabel, Zahl der Phasen und der Bordlader im Auto,
- beim DC-Laden: Säule und Auto - und dort vor allem Ladestand und Temperatur der Batterie.
Beispiel laut ADAC-Autokatalog: Der BYD Atto 3 Evo lädt an Wechselstrom mit 11 kW, an Gleichstrom mit bis zu 220 kW. An einer 22-kW-Säule bleibt es also bei 11 kW. Teilen sich zwei Autos eine 150-kW-Säule, stehen laut ADAC oft nur noch 75 kW je Auto bereit.
Spitzenwert ist nicht gleich Ladetempo
Die maximale DC-Ladeleistung aus dem Prospekt liegt laut ADAC bestenfalls bei niedrigem Ladestand an und sinkt danach - siehe Ladekurve. Aussagekräftiger ist die durchschnittliche Leistung beim Laden von 10 auf 80 Prozent, die der ADAC für seine Messungen ausweist.
Faustregel für die Ladezeit: Energiemenge in kWh geteilt durch die Ladeleistung in kW ergibt die Stunden. Rechne beim AC-Laden ein paar Prozent für Ladeverluste dazu.
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Quellen
