Lexikon · Laden & Strom
HPC (High Power Charging)
Schnellladen mit Gleichstrom und sehr hoher Leistung - laut ADAC an Ladepunkten mit mehr als 150 kW. Wie viel davon ankommt, entscheidet dein Auto: Viele Modelle nehmen deutlich weniger auf.
HPC steht für High Power Charging, Laden mit sehr hoher Leistung - immer mit Gleichstrom (DC-Laden) und in Europa über den CCS-Stecker. Eine feste Grenze gibt es nicht. Der ADAC zählt Ladepunkte mit mehr als 150 kW dazu. Die EU-Verordnung AFIR führt solche Ladepunkte in ihrer Statistik als „Ultraschnellladepunkte“: Stufe 1 hat 150 bis unter 350 kW, Stufe 2 ab 350 kW.
An Autobahnen sind laut ADAC 150 bis 300 kW üblich. Die 300-kW-Säule von Alpitronic, an der der ADAC seine Ladekurven misst, ist nach seinen Angaben die meistverbreitete HPC-Säule in Deutschland.
Dein Auto setzt die Grenze
Was ankommt, bestimmt das Auto. Laut ADAC-Autokatalog nimmt ein BYD Atto 2 Active höchstens 65 kW auf, ein Atto 3 Evo mit 800-Volt-Technik bis 220 kW. Für den Atto 2 bringt eine 300-kW-Säule also keinen Vorteil. Auch beim schnellen Auto gilt die Ladekurve: Die Spitzenleistung liegt nur bei niedrigem Ladestand an.
Faustregeln laut ADAC:
- Fair laden: Schafft dein Auto nur 50 oder 100 kW, nimm eine kleinere Säule, wenn eine frei ist.
- Power-Splitting meiden: Viele Säulen teilen ihre Leistung, wenn zwei Autos laden - aus 150 kW werden dann 2 × 75 kW. Stell dich möglichst an eine freie Säule.
- Winter: Akku vor dem Stopp vorkonditionieren, sonst lädt er kalt deutlich langsamer.
Ein eigenes Kabel brauchst du nicht - HPC-Kabel hängen fest an der Säule.
Quellen
