Lexikon · Batterie & Technik
OTA-Update
Bei einem OTA-Update lädt das Auto neue Software drahtlos per Mobilfunk und installiert sie ohne Werkstattbesuch. So lassen sich Fehler beheben, Funktionen ergänzen oder Eigenschaften wie das Ladeverhalten ändern.
OTA steht für „over the air“: Das Auto lädt neue Software per Mobilfunk herunter und spielt sie selbst auf. Laut ADAC lassen sich so Fehler ohne Werkstattbesuch beheben, Funktionen freischalten und ältere Autos aktuell halten. Manche Hersteller verkaufen auf diesem Weg auch Zusatzfunktionen, zeitlich begrenzt oder dauerhaft.
Das solltest du beim Update beachten
Die Betriebsanleitung des BYD Seal nennt typische Regeln:
- Auto sicher abstellen, Wählhebel auf P, auf guten Mobilfunkempfang achten.
- Vorher vollständig laden - während des Updates kann das Auto weder laden noch Strom abgeben.
- Bis zum Ende der Installation darfst du das Auto nicht bewegen; nur wenige Funktionen wie Ver- und Entriegeln oder die Warnblinkanlage gehen.
- Vor und während des Updates keine Fremdgeräte an der OBD-Buchse einstecken, etwa Diagnose- oder Fahrtenbuch-Stecker.
Risiken und Regeln
Updates können Eigenschaften auch verschlechtern: Der ADAC nennt einen Fall von 2019, in dem Tesla-Fahrer nach einem Update weniger Reichweite und längere Ladezeiten hatten. Er fordert deshalb, jedes Update transparent anzuzeigen und ablehnen zu können. Seit dem 7. Juli 2024 müssen alle Neuwagen in der EU Vorgaben zur Cybersicherheit erfüllen (Verordnung (EU) 2019/2144, Stand Oktober 2026).
Faustregel: Plan Updates zu Hause ein, wenn der Akku voll ist und du das Auto eine Weile nicht brauchst. Ob Zubehör wie ein V2L-Adapter funktioniert, kann von der Softwareversion abhängen - Beispiele im V2L-Ratgeber.
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Quellen