Lexikon · Laden & Strom

Vehicle-to-Load (V2L)

Vehicle-to-Load (V2L) macht die Fahrbatterie zur 230-Volt-Stromquelle für einzelne Geräte - per Adapter in der Ladebuchse oder über eine Steckdose im Auto, mit bis zu etwa 3,7 kW.

Auch genannt: Vehicle-to-Device, V2D

V2L ist die einfachste Form des bidirektionalen Ladens: Ein bidirektionales Ladegerät im Auto wandelt den Gleichstrom der Batterie in Wechselstrom um. Je nach Modell steckst du einen Adapter mit Steckdose in die Typ-2-Ladebuchse oder nutzt eine Steckdose im Innenraum oder Kofferraum. Eine spezielle Wallbox brauchst du dafür nicht.

Was V2L kann - und was nicht

  • Leistung: Die maximale Dauerleistung lag bei sechs vom ADAC untersuchten Autos zwischen 2,7 und 3,7 kW - eine Haushaltssteckdose ist für höchstens 3,7 kW ausgelegt. Das reicht für Kaffeemaschine, Kreissäge oder E-Bike-Ladegerät.
  • Eigenverbrauch: Das Auto selbst braucht im V2L-Betrieb 390 bis 500 Watt. Für eine kleine Kühlbox über Nacht ist das sehr ineffizient.
  • Nässe: Laut ADAC untersagen alle Hersteller die Nutzung bei Regen.
  • Kein Hausnetz: V2L versorgt einzelne Geräte. Wohnwagen oder Hausinstallation dürfen nur nach Prüfung der Schutzmaßnahmen angeschlossen werden, weil Auto und Haus mit unterschiedlichen Netzformen arbeiten. Für das Hausnetz gibt es Vehicle-to-Home.

Faustregel für den Adapterkauf: nur ein Typ-2-Adapter mit CE-Kennzeichnung, bei dem dein Modell ausdrücklich genannt ist - nie einer mit chinesischem GB/T-Stecker. Welche Autos Strom abgeben und welche Adapter passen, steht im Ratgeber V2L beim E-Auto; Adapter findest du unter Laden & Kabel.

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