Lexikon · Laden & Strom
Vehicle-to-Grid (V2G)
Bei Vehicle-to-Grid (V2G) speist das E-Auto Strom aus seiner Batterie ins öffentliche Netz zurück. Gesteuert wird das vom Energieversorger, der dafür eine Vergütung zahlt.
V2G ist die anspruchsvollste Form des bidirektionalen Ladens. Die Idee: Viele zusammengeschaltete Autos könnten Bedarfsspitzen im Stromnetz abfedern und schwankenden Strom aus Wind und Sonne ausgleichen. Privat genutzte Autos stehen laut ADAC im Schnitt mehr als 20 Stunden am Tag still.
Was du brauchst
- ein Auto, dessen Hersteller die Rückspeisung ins Netz freigibt - technisch bidirektional zu sein reicht nicht
- eine bidirektionale Wallbox, die beim Netzbetreiber angemeldet und für die Rückspeisung genehmigt ist
- ein intelligentes Messsystem (Smart Meter); ein einfacher Zweirichtungszähler genügt laut ADAC nicht
- einen V2G-Stromtarif - wann eingespeist wird, entscheidet der Energieversorger
Stand in Deutschland (Oktober 2026)
Seit 1. Januar 2026 gelten E-Autos laut ADAC rechtlich als Stromspeicher, Netzentgelte für zurückgespeisten und wieder geladenen Strom fallen nur einmal an. Seit April 2026 regeln Vorgaben der Bundesnetzagentur, wie der Strom gemessen und abgerechnet wird. Das erste marktreife Angebot kombiniert laut ADAC den BMW iX3 mit einer BMW-Wallbox und einem E.ON-Tarif, der vor allem die Zeit vergütet, in der das Auto angeschlossen ist. Alle Lösungen sind bisher an einen Hersteller gebunden; der ADAC spricht noch von einer teuren Nischenanwendung.
Bevor du investierst, klär die Batteriegarantie und die Kosten der Wallbox. Wer viel fährt, hat kaum Zeit zum Einspeisen.
Mehr dazu im Magazin
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Viele E-Autos geben über einen Adapter oder eine Steckdose bis zu 3,7 kW an einzelne Geräte ab. Welche Modelle das können, welcher Adapter passt und wo die Grenzen liegen.

Quellen
