Lexikon · Laden & Strom
Vehicle-to-Home (V2H)
Bei Vehicle-to-Home (V2H) versorgt die Batterie des geparkten E-Autos über eine bidirektionale Wallbox das eigene Hausnetz - etwa abends mit Solarstrom, der tagsüber ins Auto geladen wurde.
V2H macht das E-Auto zum Hausspeicher: Tagsüber lädt es zum Beispiel Solarstrom, abends versorgt es Haushaltsgeräte, Wärmepumpe oder Licht. Anders als bei V2L fließt der Strom ins Hausnetz. Dafür braucht es eine bidirektionale Wallbox und ein Energiemanagement, das Hausverbrauch, Solarertrag und Ladestand des Autos im Blick behält.
Zwei technische Wege
- DC-Wallbox: Sie wandelt den Strom selbst um und funktioniert unabhängig vom Ladegerät im Auto. In Deutschland ist dieser Weg laut ADAC weiter fortgeschritten.
- AC-Wallbox: Kompakter, setzt aber einen bidirektionalen Bordlader voraus, der für V2H freigegeben ist - solche Lösungen gibt es bisher kaum.
Was es bisher gibt (Stand Oktober 2026)
Laut ADAC sind nur sehr wenige bidirektionale Wallboxen bestellbar, und sie funktionieren nur mit Autos eines Herstellers oder einer Kooperation - etwa BMW mit Modellen der Neuen Klasse oder VW, Škoda, Cupra und Ford mit einem System von E3/DC. Als „BiDi-ready“ beworbene AC-Wallboxen sollen die Funktion später per Update bekommen. Achte dann auf die Norm ISO 15118-20 und die Freigabe für dein Modell. Der ADAC spricht bei V2H noch von einer teuren Nischenanwendung.
Prüf vor dem Kauf auch die Garantie: Der VW-Konzern begrenzt bidirektionales Laden laut ADAC auf 4.000 Stunden und 10.000 kWh. Beim Rückspeisen ins Hausnetz gehen je nach System 10 bis 20 Prozent der Energie verloren.
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Quellen