Lexikon · Recht & Kosten

THG-Quote

Die THG-Quote verpflichtet Mineralölunternehmen, die Treibhausgasemissionen ihrer Kraftstoffe zu senken. Halter reiner E-Autos können die pauschal angerechnete Strommenge ihres Autos dafür jährlich verkaufen.

Auch genannt: THG-Prämie, Treibhausgasminderungsquote

Die Quote steigt von 12 Prozent im Jahr 2026 schrittweise auf 65 Prozent im Jahr 2040 (§ 37a BImSchG). Unternehmen, die Kraftstoffe in Verkehr bringen, können sie unter anderem mit Strom für Elektrofahrzeuge erfüllen - und kaufen dafür Strommengen ein. Bei der Reform 2026 blieb diese Anrechnung für E-Autos erhalten.

So kommst du an die THG-Prämie

Privates Laden wird nicht gemessen. Stattdessen gilt pro reinem Batterieelektroauto ein Schätzwert, laut ADAC derzeit 2.000 kWh im Jahr, der auf die Quote dreifach angerechnet wird. Als „Ladepunktbetreiber“ gilt die Person, auf die das Auto zugelassen ist.

  1. Du meldest dich bei einem Dienstleister an und lädst eine Kopie der Zulassungsbescheinigung Teil I hoch.
  2. Der Dienstleister bündelt viele Fahrzeuge und meldet sie dem Umweltbundesamt - für das laufende Jahr bis zum 15. November.
  3. Das Umweltbundesamt stellt eine Bescheinigung aus, der Dienstleister verkauft sie an ein quotenpflichtiges Unternehmen und zahlt dich aus.

Das geht einmal pro Jahr und Auto. Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen.

Worauf du achtest

Die Höhe der Prämie legt keine Behörde fest, sie bildet sich am Markt und schwankt laut ADAC stark. Lies die Bedingungen: Manche Anbieter garantieren den beworbenen Betrag nicht oder zahlen nichts, wenn sie keinen Abnehmer finden. Laufzeit und Kündigungsfrist entscheiden, ob du jährlich wechseln kannst.

Stand Oktober 2026, keine Rechts- oder Steuerberatung.

Quellen