Ratgeber

Inspektion beim E-Auto: Intervalle, Garantie und was du selbst machst

Kein Ölwechsel, aber Bremsflüssigkeit, Innenraumfilter und ein Blick auf Akku, Bremsen und Reifen: Wie oft die Hersteller dein E-Auto sehen wollen, wann die Garantie daran hängt und was du selbst erledigen darfst.

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Auch ein E-Auto muss regelmäßig in die Werkstatt - nicht zum Ölwechsel, aber für frische Bremsflüssigkeit, einen neuen Innenraumfilter und den prüfenden Blick auf Bremsen, Reifen und Hochvoltsystem. Die meisten Hersteller wollen das alle zwei Jahre: VW bei den ID.-Modellen spätestens nach zwei Jahren ohne Kilometergrenze, Kia, BYD und Polestar nach 24 Monaten oder 30.000 km. MG (beim MG4), XPeng und Renault rufen jährlich, Tesla schreibt kein festes Intervall vor.

Die Garantie hängt bei vielen Marken an dieser Wartung - VW etwa zahlt sonst nicht, es sei denn, du weist nach, dass das Versäumnis den Schaden nicht verursacht hat. Eine Vertragswerkstatt brauchst du dafür meist nicht: Die EU-Kommission hält es für wahrscheinlich wettbewerbswidrig, die Garantie an Wartung nur im Vertragsnetz zu knüpfen. Garantieverlängerungen wie bei XPeng, smart oder Zeekr gibt es aber nur beim Vertragspartner.

Innenraumfilter und Wischerblätter tauschst du bei vielen Modellen selbst, Tesla und Kia beschreiben das in der Anleitung. Bremsflüssigkeit, Kühlmittel und Hochvolttechnik bleiben Sache der Werkstatt.

Was beim E-Auto gewartet wird - und was wegfällt

Ölwechsel, Zündkerzen und Kraftstofffilter entfallen, schreibt Audi. Ganz ohne Öl geht es nicht immer: BYD wechselt bei Atto 2 und Seal das Getriebeöl erstmals nach 24 Monaten oder 30.000 km, MG beim MG4 die Getriebeflüssigkeit alle 96.000 km. Was sonst ansteht:

  • Bremsflüssigkeit: Sie nimmt mit der Zeit Wasser auf, dadurch sinkt ihr Siedepunkt, erklärt Audi. VW, Škoda, Kia, Hyundai, BYD, MG und XPeng lassen sie spätestens alle 2 Jahre wechseln, Polestar empfiehlt das beim Polestar 4, Tesla lässt ihren Zustand alle 4 Jahre prüfen.
  • Innenraumfilter: Bei Kia, Hyundai und im Polestar 4 kommt er zu jedem Service neu, bei Škoda und XPeng spätestens alle 2 Jahre. Tesla empfiehlt für Model 3 und Model Y alle 2 Jahre neue Filter, für einen HEPA-Filter (falls vorhanden) alle 3 Jahre.
  • Kühlmittel: Der erste Wechsel kommt spät - bei Kia (EV3, EV6) und im Hyundai Inster nach 10 Jahren oder 180.000 km, bei BYD alle 6 Jahre oder 90.000 km, beim MG4 alle 4 Jahre oder 96.000 km.
  • Bremsen: Weil oft der Motor verzögert (Rekuperation), sind sie laut Hyundai nur halb so wartungsintensiv. Wo im Winter Salz gestreut wird, lässt Tesla die Bremssättel jährlich oder alle 20.000 km reinigen und schmieren.
  • Reifen: Tesla rät, sie alle 10.000 km untereinander zu tauschen oder sobald die Profiltiefen um 1,5 mm oder mehr abweichen.
  • 12-Volt-Batterie: Kia und Hyundai prüfen ihren Zustand bei jedem Service. Ist sie schwach, bleibt das Auto trotz vollem Akku stehen - mehr im Ratgeber 12-Volt-Batterie leer.
  • Hochvoltsystem und Software: Renault prüft etwa Hochvoltbatterie und Hochvoltverkabelung, Mercedes auch Fahrzeugsteckdose und Ladekabel. VW zahlt nicht für Mängel, die nur durch ein nicht rechtzeitig installiertes Software-Update entstehen.

Wartungsintervalle: Wie oft die Hersteller dich sehen wollen

Das nennen die Hersteller in Serviceheft, Anleitung oder auf ihrer Serviceseite (Stand Oktober 2026). Es gilt, was zuerst eintritt, maßgeblich ist die Serviceanzeige deines Autos. Unter erschwerten Bedingungen wie Staub, Streusalz oder Anhängerbetrieb verlangen Kia und Hyundai manche Arbeiten häufiger.

Marke Intervall laut Hersteller Bremsflüssigkeit und Innenraumfilter
Tesla kein festes Intervall, Wartung „auf Bedarfsbasis“ Bremsflüssigkeit alle 4 Jahre prüfen, Filter alle 2 Jahre (Model 3, Model Y)
VW (ID.-Modelle) nach Serviceanzeige, spätestens alle 2 Jahre, ohne Kilometergrenze beide bei der Inspektion (laut VW Österreich)
Škoda (Enyaq, Elroq) alle 2 Jahre, Kilometerstand egal beide alle 2 Jahre
Kia (EV3, EV6) 24 Monate oder 30.000 km beide bei jedem Termin neu
Hyundai (Inster) 24 Monate oder 30.000 km beide bei jedem Termin neu
BYD (Atto 2, Seal) 24 Monate oder 30.000 km Bremsflüssigkeit neu, Filter prüfen und bei Bedarf tauschen
Polestar (2, 4) 24 Monate oder 30.000 km beim Polestar 4: Filter bei jedem Service, Bremsflüssigkeit alle 2 Jahre
smart (#1, #3, #5) 2 Jahre oder 30.000 km keine Angabe gefunden
Zeekr 2 Jahre oder 40.000 km keine Angabe gefunden
MG (MG4 Electric) 1 Jahr oder 24.000 km laut Serviceheft 2022 Bremsflüssigkeit alle 2 Jahre, Filter alle 24 Monate oder 48.000 km
XPeng 12 Monate oder 20.000 km, weitere Arbeiten alle 24 Monate oder 40.000 km beide alle 24 Monate oder 40.000 km neu
Renault (E-Tech elektrisch) jährlich Bremsflüssigkeit wird geprüft, zum Filter keine Angabe
Audi, Mercedes Termin zeigt die Serviceanzeige im Auto Audi meldet den Bremsflüssigkeitswechsel selbst; Mercedes: Service A und B im Wechsel

Für Cupra, BMW und Leapmotor fanden wir keine Intervallangabe des Herstellers.

Hängt die Garantie an der Inspektion?

Meist ja - an die Wartung nach Herstellerplan, nicht an den Händler (Garantiebedingungen und Garantieseiten, Stand Oktober 2026):

Marke Garantie Fahrzeug / Akku Was zur Wartung drinsteht
VW 2 Jahre / 8 Jahre oder 160.000 km, mindestens 70 % Nettokapazität Anspruch nur, wenn alle Serviceintervallarbeiten nach VW-Vorgaben erledigt sind - außer du beweist, dass das Versäumnis den Schaden nicht verursacht hat; gilt ergänzend auch für den Akku
Kia 7 Jahre oder 150.000 km / ab Modelljahr 2026 8 Jahre oder 160.000 km, 70 % Schäden aus nicht durchgeführter Wartung sind nicht gedeckt; Belege aufbewahren
Hyundai 5 Jahre ohne Kilometergrenze / 8 Jahre oder 160.000 km Nachweise aller Serviceleistungen aufbewahren, „um die Garantie aufrechtzuerhalten“
MG 7 Jahre oder 150.000 km, Akku inklusive (70 %) Wartung spätestens 28 Tage oder 1.500 km nach Fälligkeit, sonst Gegenbeweis wie bei VW; freie Werkstatt lässt die Garantie nicht automatisch erlöschen
Polestar 3 Jahre oder 100.000 km / 8 Jahre oder 160.000 km, 70 % Wartung nach Polestar-Serviceprogramm, Toleranz ±1.250 km
XPeng 2 Jahre, mit Anschlussgarantie bis 7 Jahre oder 160.000 km / 8 Jahre oder 160.000 km, 70 % Regelservice nach Vorgabe, sonst Gegenbeweis wie bei VW; Anschlussgarantie nur nach Regelservice beim autorisierten XPeng-Partner
Tesla 4 Jahre oder 80.000 km / 8 Jahre oder 160.000 bzw. 192.000 km je nach Version (Model 3, Model Y), 70 % kein Pflichttermin; Schäden durch Arbeiten nicht von Tesla zertifizierter Techniker sind nicht gedeckt

Am Akku hängen weitere Bedingungen: VW und XPeng zahlen nicht für Schäden, die entstehen, weil die Ladehinweise der Anleitung missachtet oder der Akku mit Hochdruck- oder Dampfstrahler gereinigt wurde. MG schließt Mängel aus, die auf Arbeiten am Akku - etwa Öffnen oder Ausbau - durch andere als autorisierte MG-Werkstätten zurückgehen. Die 70 % meinen die Restkapazität, den SoH.

Garantieverlängerungen knüpfen manche Hersteller an den Vertragspartner: XPeng (Anschlussgarantie bis 7 Jahre), smart (3. Jahr) und Zeekr (bis 10 Jahre) setzen Service bei autorisierten bzw. zertifizierten Partnern voraus, Cupra und Hyundai für die Verlängerung ihrer Mobilitätsgarantien.

Freie Werkstatt: Was die EU-Regeln sagen

Für Reparatur und Wartung von Autos gelten in der EU eigene Wettbewerbsregeln: die Kfz-Gruppenfreistellungsverordnung (EU) Nr. 461/2010, verlängert bis 31. Mai 2028, und die Ergänzenden Leitlinien der EU-Kommission dazu. Nach Randnummer 69 kann es gegen das Kartellverbot verstoßen, wenn ein Hersteller die gesetzliche oder erweiterte Gewährleistung davon abhängig macht, dass nicht von ihr erfasste Wartung nur im Netz zugelassener Werkstätten stattfindet - oder dass dabei nur Ersatzteile mit seinem Markenzeichen eingebaut werden. In ihren FAQ zum Kfz-Sektor (2012) ergänzt die Kommission: Es spielt grundsätzlich keine Rolle, ob eine solche Klausel im Kaufvertrag, im Service- oder Garantieheft oder in einer beim Kauf mitgegebenen Garantieverlängerung steht. Rechtsverbindlich sind die FAQ nicht.

Zwei Einschränkungen nennt die Kommission: Lehnt der Hersteller eine Garantieleistung zu Recht ab, weil die Werkstatt falsch gearbeitet oder minderwertige Teile verbaut hat, bleibt das kartellrechtlich unbedenklich. Und als Alternative zu Teilen mit Herstellerlogo nennen die Leitlinien Teile, die den Originalteilen qualitativ gleichwertig sind (Rn. 18 bis 20).

So bleibst du auf der sicheren Seite:

  • Hochvolt-Fachkraft: Ladesystem und Hochvolttechnik dürfen laut Audi nur geschulte Hochvolttechniker prüfen.
  • Rechnung mit allen Arbeiten: MG verlangt bei freien Werkstätten eine aufgeschlüsselte Rechnung, XPeng Nachweise wie Rechnungen oder Wartungsprotokolle.
  • Serviceverlauf pflegen: Tesla speichert ihn im Auto - für korrekte Einträge zu Arbeiten außerhalb von Tesla bist du laut Tesla selbst verantwortlich.
  • Garantiefälle beim Vertragspartner melden: Bei VW, MG und XPeng geht das nur bei autorisierten Partnern.

Was kostet die Inspektion?

Einen Pauschalpreis nennen die Hersteller nicht, laut Renault hängen die Kosten von Modell, Alter und Umfang ab. Hyundai sieht den Wartungsaufwand eines E-Autos „insgesamt deutlich geringer“ als beim Verbrenner. Audi hält dagegen: Weil geschulte Hochvolttechniker Ladesystem und Hochvolttechnik prüfen müssen, lägen die Inspektionskosten eines e-tron häufig auf dem Niveau vergleichbarer Verbrenner.

Planbar wird es mit Wartungsverträgen: VW und Audi bieten Wartung und Inspektion gegen Monatsrate, Renault Festpreis-Pakete, Zeekr einen Care Service Plan. Bei smart ist die erste Inspektion samt Verschleißteilen (3 Jahre oder 45.000 km) im Servicepaket enthalten.

Selbst machen: Filter, Wischer und Sichtkontrollen

Was du selbst darfst, steht in der Betriebsanleitung. Tesla erklärt für Model 3 und Model Y Schritt für Schritt, wie du Innenraumfilter und Wischerblätter wechselst, beim Model Y auch den HEPA-Filter. Danach setzt du den Punkt unter Fahrzeug > Service > Wartung zurück. Kia zeigt beim EV6 den Filterwechsel, BYD beschreibt für Besitzer nur einfache Arbeiten.

Nachsehen solltest du laut Kia (EV6): beim Laden Kühlmittelstand, Waschwasser und Reifendruck, monatlich Beleuchtung, Reifen und Radmuttern, zweimal im Jahr Wischer und Waschanlage.

Finger weg von Bremsflüssigkeit und Kühlmittel: Tesla rät, Bremsflüssigkeit nicht selbst nachzufüllen, und nimmt Schäden durch das Öffnen des Batteriekühlmittel-Ausgleichsbehälters von der Garantie aus. Kia lässt Kühlmittel von einer Fachwerkstatt nachfüllen und warnt, dass unsachgemäße Wartung durch den Halter die Garantie beeinträchtigen kann.

Model 3 und Model Y brauchen zwei Innenraumfilter. Den Aktivkohlefilter von Bosch gibt es als Zweierset, er passt laut Shop4EV in beide Model-3-Generationen und ins Model Y vor und nach dem Facelift. Zum Tausch nimmst du rechts die Fußraumabdeckung und die Seitenverkleidung der Mittelkonsole ab, die Pfeile auf den Filtern zeigen nach hinten. Beim Model 3 sitzen an der Filterabdeckung orange Hochvoltkabel - Tesla warnt, sie nicht zu dehnen oder zu biegen.

Produktbild: BOSCH Innenraumfilter A 8583 mit Aktivkohle für das Tesla Model 3 und Model YBild: Shop4EV · Werbemittel Partnerprogramm
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Für Model 3 und Model Y

BOSCH Innenraumfilter A 8583 mit Aktivkohle für das Tesla Model 3 und Model Y

Passt für: Tesla Model 3, Tesla Model Y

Aktivkohle-Innenraumfilter von Bosch für die beiden Filterplätze im Klimagerät hinter der rechten Fußraumverkleidung - einzeln oder im Zweierset.

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Passform

Laut Shop4EV für das Model 3 bis 09/2023 und „Highland“ sowie das Model Y bis 02/2025 und „Juniper“ Premium und Standard. Die Schwesterseite Shop4Tesla datiert Highland ab 10/2023, Juniper Premium ab 03/2025 (ausdrücklich auch Performance) und Standard ab Ende 2025. Model 3 und Model Y brauchen je zwei Filter. Tesla führt seinen eigenen Innenraumfilter ebenfalls als passend für alle Model 3 und Model Y. Shop4EV nennt zusätzlich das Model X, aber ohne Baujahr - Tesla beschreibt dort nur einen Innenraumfilter, die Passform ist für das Model X nicht belegt.

Unsere Einschätzung

Tesla empfiehlt, die Innenraumfilter von Model 3 und Model Y alle 2 Jahre zu wechseln - mit diesem Zweierset geht das in Eigenregie: Fußraumabdeckung und Seitenverkleidung der Mittelkonsole ab, zwei Filter tauschen, Pfeile nach hinten. Nimm gleich das Set, einzeln brauchst du zwei Stück. Einen zusätzlichen HEPA-Filter, den manche Model Y haben, ersetzt es nicht.

Pro

  • Laut Händler für beide Model-3-Generationen und das Model Y vor und nach „Juniper“
  • Aktivkohle hält laut Händler auch Gerüche und gasförmige Schadstoffe zurück
  • Als Zweierset erhältlich - genau die Menge für einen Wechsel
  • Tesla beschreibt den Wechsel Schritt für Schritt für Besitzer

Contra

  • Ersetzt nicht den separaten HEPA-Filter mancher Model Y (laut Tesla alle 3 Jahre fällig)
  • Für den Wechsel müssen Fußraumabdeckung und Mittelkonsolen-Verkleidung ab
  • Beim Model 3 hängen orange Hochvoltkabel an der Filterabdeckung - laut Tesla nicht dehnen oder biegen

Technische Daten

Herstellernummer
Bosch 0 986 628 583 / A 8583
Filterart
Aktivkohlefilter, laut Händler mehr als 98 % Abscheidung bei 2,5 µm Feinstaub
Maße
243 × 142 × 31 mm (Händlerangabe)
Benötigte Menge
2 Filter je Fahrzeug (Model 3, Model Y)
Varianten
Einzeln (Shop4EV-SKU BOS-3YX-FILTER), Set mit 2 Filtern (BOS-3YX-FILTER-SET)
Wechselintervall laut Tesla
alle 2 Jahre

Bei den Wischern zählt die Länge: Tesla verlangt beim Model 3 Blätter mit 650 und 475 mm, beim Model Y mit 650 und 500 mm, jeweils mit demselben Verbinder wie das Original. Das Bosch-Set gibt es in beiden Längen, fürs Model Y laut Shop4EV aber nur bis Baujahr 02/2025. In die Wartungsposition bringst du die Wischer unter Fahrzeug > Service > Scheibenwischer-Servicemodus.

Produktbild: BOSCH Aerotwin Scheibenwischer-Set für das Tesla Model 3 (A102S) und Model Y bis 02/2025 (A621S)Bild: Shop4EV · Werbemittel Partnerprogramm
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Für Model 3, Model Y bis 02/2025

BOSCH Aerotwin Scheibenwischer-Set für das Tesla Model 3 (A102S) und Model Y bis 02/2025 (A621S)

Passt für: Tesla Model 3, Tesla Model Y

Flachbalken-Wischerblätter von Bosch im Zweierset für Fahrer- und Beifahrerseite, je nach Modell in 650/475 mm (Model 3) oder 650/500 mm (Model Y bis 02/2025).

* Werbelink: Wir erhalten eine Provision, dein Preis bleibt gleich. Mehr dazu

Passform

Zwei Ausführungen laut Shop4EV: A102S mit 650 und 475 mm für das Model 3 (ohne Baujahrgrenze, vor und nach „Highland“) und A621S mit 650 und 500 mm für das Model Y bis 02/2025. Die Längen entsprechen Teslas Vorgaben (Model 3: Fahrerseite 650 mm, Beifahrerseite 475 mm; Model Y: 650 und 500 mm). Tesla zeigt beim Model 3 für Fahrzeuge vor und ab etwa 01/2024 unterschiedliche Blattbefestigungen, führt sein eigenes Wischerblatt aber mit dem Hinweis „Kompatibel mit allen Model 3“. Für das Model Y ab 03/2025 („Juniper“) nennt Shop4EV keine Ausführung - nicht zuordnen. Die A102S passt nicht ins Model Y, ihr Beifahrerblatt ist 25 mm zu kurz.

Unsere Einschätzung

Tesla rät, die Wischerblätter jedes Jahr zu tauschen - über den Scheibenwischer-Servicemodus im Menü stellst du die Arme dafür in die Wartungsposition. Entscheidend ist die Ausführung: A102S fürs Model 3, A621S fürs Model Y bis 02/2025. Wer ein Model Y ab 03/2025 fährt, findet hier keine belegte Passform.

Pro

  • Längen nach Teslas Vorgabe für Model 3 (650/475 mm) und Model Y (650/500 mm)
  • Model 3 vor und nach „Highland“ laut Shop4EV
  • Zweierset für Fahrer- und Beifahrerseite, Wechsel laut Tesla-Anleitung über den Servicemodus im Menü

Contra

  • Für das Model Y ab 03/2025 („Juniper“) nicht belegt
  • Tesla empfiehlt Ersatzblätter, die mit den Originalblättern identisch sind
  • Ausführung muss zum Modell passen, die Händlerbeschreibung nennt pauschal „Model 3/Y“

Technische Daten

Ausführungen
A102S · Model 3 (650/475 mm), A621S · Model Y bis 02.2025 (650/500 mm)
Bauart
Flachbalkenwischer (Bosch Aerotwin) mit Adaptersystem
Lieferumfang
2 Wischerblätter (Fahrer- und Beifahrerseite)
Artikelnummern Händler
Shop4EV-SKU BOS-3Y-AEROTWIN-A102S (EAN 4047025435284), BOS-Y-AEROTWIN-A621S
Wechselintervall laut Tesla
jedes Jahr

Weiteres Pflegezubehör findest du unter Pflege & Reinigung.

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Fazit: So kommst du gut durch die Wartung

  • Neuwagen mit Garantie: Termine laut Serviceanzeige einhalten, Rechnungen aufheben. Eine freie Werkstatt mit Hochvolt-Fachkraft genügt meist, wenn sie nach Herstellerplan arbeitet - für die Garantieverlängerungen von XPeng, smart und Zeekr muss es der Vertragspartner sein.
  • Tesla: kein Pflichttermin. Filter alle 2 Jahre und Wischer jährlich selbst wechseln, Bremsflüssigkeit alle 4 Jahre prüfen lassen, bei Streusalz die Bremssättel jährlich.
  • Selbst machen: Filter, Wischer, Waschwasser, Reifendruck. Nie: Bremsflüssigkeit, Kühlmittel, Hochvolttechnik.
  • Kosten planen: Ein Wartungsvertrag lohnt, wenn du feste Raten willst - vergleich ihn mit den Terminen deines Intervalls.

Häufige Fragen

Wie oft muss ein E-Auto zur Inspektion?

Das legt jeder Hersteller selbst fest, meist sind es zwei Jahre: VW bei den ID.-Modellen spätestens nach zwei Jahren ohne Kilometergrenze, Škoda bei Enyaq und Elroq alle zwei Jahre, Kia, Hyundai (Inster), BYD und Polestar nach 24 Monaten oder 30.000 km, smart nach zwei Jahren oder 30.000 km, Zeekr nach zwei Jahren oder 40.000 km. Jährlich rufen Renault, MG beim MG4 (1 Jahr oder 24.000 km) und XPeng (12 Monate oder 20.000 km). Tesla schreibt kein festes Intervall vor und empfiehlt nur einzelne Arbeiten, etwa neue Innenraumfilter alle zwei Jahre. Maßgeblich ist die Serviceanzeige deines Autos.

Verliere ich die Garantie, wenn ich die Inspektion auslasse?

Bei vielen Herstellern riskierst du sie. VW, MG und XPeng zahlen laut Garantiebedingungen nur, wenn alle Wartungen nach Vorgabe erledigt wurden - es sei denn, du weist nach, dass das Versäumnis den Schaden nicht verursacht hat. MG verlangt die Termine spätestens 28 Tage oder 1.500 km nach Fälligkeit, Polestar innerhalb von ±1.250 km. Kia deckt keine Schäden aus nicht durchgeführter Wartung. Tesla kennt keinen Pflichttermin. Bewahr alle Rechnungen auf, sie sind dein Nachweis.

Darf ich mein E-Auto während der Garantie in einer freien Werkstatt warten lassen?

In der Regel ja, denn die Garantie hängt meist an der Wartung nach Herstellerplan, nicht an der Werkstatt. Die EU-Kommission hält es für wahrscheinlich wettbewerbswidrig, wenn ein Hersteller seine Garantie davon abhängig macht, dass nicht von ihr erfasste Wartung nur im Vertragsnetz stattfindet oder dabei nur Teile mit seinem Markenzeichen verbaut werden. Die Werkstatt sollte nach Herstellervorgaben arbeiten, gleichwertige Teile verwenden und für Hochvolt-Arbeiten geschult sein. MG schreibt ausdrücklich, dass die Garantie bei freien Werkstätten nicht automatisch erlischt; Mängel durch deren Arbeit deckt sie aber nicht. Garantieverlängerungen wie die Anschlussgarantie von XPeng oder die Verlängerungen bei smart und Zeekr gibt es laut Bedingungen nur nach Service beim Vertragspartner.

Was wird bei der Inspektion eines E-Autos gemacht?

Ölwechsel und Zündkerzen fallen weg. Kia und Hyundai erneuern bei jedem Termin Bremsflüssigkeit und Innenraumfilter und prüfen Bremsen, Lenkung, Fahrwerk, Reifen, Klimaanlage, Kühlsystem und den Zustand der 12-Volt-Batterie. Renault prüft außerdem Hochvoltbatterie, Ladesystem und die Hochvoltverkabelung unter dem Auto, Mercedes auch Fahrzeugsteckdose und Ladekabel. Das Kühlmittel wird erst nach Jahren gewechselt, bei Kia etwa erstmals nach 10 Jahren oder 180.000 km.

Kann ich Innenraumfilter und Wischerblätter selbst wechseln?

Bei vielen Modellen ja. Tesla beschreibt den Wechsel für Model 3 und Model Y Schritt für Schritt und empfiehlt neue Innenraumfilter alle zwei Jahre und neue Wischerblätter jedes Jahr; danach setzt du den Wartungspunkt unter Fahrzeug > Service > Wartung zurück. Kia zeigt den Filterwechsel beim EV6 in der Anleitung. Achte auf die Größe: Tesla verlangt beim Model 3 Wischerblätter mit 650 und 475 mm, beim Model Y mit 650 und 500 mm. Bremsflüssigkeit, Kühlmittel und Hochvolttechnik bleiben Sache der Werkstatt.

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