Lexikon · Zubehör & Fahrzeug

Mischbereifung

Ab Werk unterschiedliche Reifengrößen an Vorder- und Hinterachse, meist hinten breiter. Amtlich meint das Wort etwas anderes - den in der StVZO verbotenen Mix aus Radial- und Diagonalreifen.

Im Alltag und im Zubehörhandel meint Mischbereifung meist: vorn schmalere, hinten breitere Reifen, oft auf unterschiedlich breiten Felgen. Viele E-Autos rollen so ab Werk, laut unseren Steckbriefen etwa:

Unterschiedliche Größen sind laut ADAC nur erlaubt, wenn die Kombination für dein Auto freigegeben ist - nachzulesen in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Ziffer 15, eine Zeile je Achse) oder im CoC-Papier. Amtlich bezeichnet „Mischbereifung“ dagegen Radial- und Diagonalreifen an einem Pkw. Das verbietet § 36 Abs. 6 StVZO (Stand Oktober 2026), spielt laut ADAC aber kaum noch eine Rolle, weil es fast nur noch Radialreifen gibt.

Faustregel: Bei Mischbereifung passen die Räder nur auf ihre Achse, ein Tausch zwischen vorn und hinten geht nicht. Bestell Winter-Kompletträder deshalb als achsrichtigen Satz und beschrifte die Räder beim Einlagern mit ihrer Position. Reifen verschiedener Hersteller auf einem Auto sind zwar zulässig, der ADAC rät aber davon ab - zumindest eine Achse sollte einheitlich bestückt sein. Mehr dazu im Ratgeber Winterräder fürs E-Auto, passende Räder unter Räder & Reifen.

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