Lexikon · Zubehör & Fahrzeug
Camp-Modus und Haustiermodus
Fahrzeugfunktionen, die Klimatisierung und Bordstrom im geparkten E-Auto weiterlaufen lassen - zum Übernachten im Auto (Camp-Modus) oder für Tiere, die kurz im Wagen warten (Haustiermodus).
Beim E-Auto bezieht der Klimakompressor seinen Strom direkt aus dem Hochvoltakku - anders als beim Verbrenner muss dafür kein Motor laufen. Darauf bauen zwei Komfortfunktionen auf, die je nach Hersteller etwas anders heißen:
- Camp-Modus: hält Klimatisierung und Bordstrom aufrecht, während du im Auto übernachtest.
- Haustiermodus: klimatisiert den Innenraum, solange ein Tier kurz im Auto wartet; ein Hinweis auf dem Display kann Passanten zeigen, dass der Modus läuft. Solche Modi bieten laut ADAC etwa Tesla, Smart und Nio an.
So viel Strom kostet das
| Situation (ADAC-Messung) | Leistungsbedarf |
|---|---|
| Kühlen auf 20 °C bei 35 °C im Labor, Elektro-SUV | 1,3 bis 1,5 kW |
| Heizen auf 22 °C bei -9 bis -14 °C, zwei Kleinwagen | rund 2 bis 3 kW |
Faustregel: Für eine Nacht mit acht Stunden brauchst du nach diesen Werten grob 10 bis 25 kWh - plus Reserve bis zur nächsten Ladesäule. Wird der Akku sehr knapp, schalten E-Autos laut ADAC in einen Stromsparmodus, der auch die Klimaanlage betrifft.
Den Haustiermodus solltest du deshalb nur im Ausnahmefall nutzen und Tiere grundsätzlich nicht allein im Auto lassen, rät der ADAC - ein technischer Fehler ist nie ausgeschlossen.
Mit V2L hat der Camp-Modus nichts zu tun: Er versorgt nur das Auto selbst. Strom für externe Geräte liefert nicht jedes Modell, das Tesla Model Y etwa laut Steckbrief in Deutschland nicht (Stand 10/2026). Mehr im Ratgeber V2L beim E-Auto.
Mehr dazu im Magazin
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Quellen